„Computerfreaks“ haben den Ruf, alleine und isoliert in Garagen oder Kellern zu arbeiten. Dort starren Sie auf Schwarzweißbildschirme mit blinkenden Cursors, ernähren sich von Pizza und vermeiden alle Kontakte mit der Außenwelt. Soweit das Vorurteil. Die Realität für IT-Profis sieht jedoch anders aus. Informationstechnologie ist eine Teamaufgabe. Die Arbeit im Team ermöglicht es brillanten Einzelpersonen, bemerkenswerte Systeme, Prozesse und Lösungen zu entwickeln und herausragende Ergebnisse zu erzielen. IT-Teams sind normalerweise kleine Gruppen von Profis, die große Systeme entwickeln, ausrollen und pflegen können, die den Betrieb moderner Unternehmen erst ermöglichen.

Welche Funktion hat ein IT-Team?

Jedes IT-Team ist anders. Je nach Kultur und Anforderungen eines Unternehmens können die Erfahrung und die Fähigkeiten der Teammitglieder sowie Arten der Systeme, an denen sie arbeiten, unterschiedlich sein. Einige IT-Teams sind technologische Generalisten, die mit einem breiten Spektrum von Systemen und Diensten arbeiten. Andere Teams sind dagegen Spezialisten und konzentrieren sich auf bestimmte Technologien (etwa Netzwerke oder Internetdienste) oder eine bestimmte Art von System (Verkaufssupport, Produktion, Logistik usw.). Es gibt auch IT-Teams, die sich ganz auf die Technologie konzentrieren, während andere vielleicht mit Datenspezialisten oder Analysten besetzt sind, die tiefgreifende Kenntnisse der Geschäftsprozesse haben. IT-Teams sind erfolgreich, weil sie eine Gruppe von Personen sind, die jede sich ihnen stellende Herausforderung meistern können.

Arten von IT-Teams

Auch wenn jedes IT-Team einzigartig ist, gibt es doch einige allgemeingültige Gründe, warum IT-Teams zusammengestellt werden. Manche IT-Teams sind dauerhaft, während andere nur für eine begrenzte Zeit zusammenarbeiten, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Wenn das geschafft ist, wird das Team wieder aufgelöst.

Operations-Teams

Diese Teams konzentrieren sich auf die Infrastruktur der Operationstechnologie (etwa Netzwerke, Datencenter und Internetdienste). Sie überwachen diese und stellen sicher, dass die Dienste sowie Systeme verfügbar sind und normal arbeiten, um die Geschäftsoperationen zu unterstützen. Diese Teams werden oft als IT-Servicemanagementteams (ITSM) bezeichnet. Ihr Hauptziel ist es, das IT-Umfeld in Betrieb zu halten. Operations-Teams sind dauerhaft und nutzen häufig komplexe Überwachungs- und Steuerungsinfrastrukturen.

Projektteams

Diese Art von Team wird zusammengestellt, um ein bestimmtes Problem zu lösen, ein System zu implementieren oder eine Änderung umzusetzen. Projekte sind ihrer Definition nach zeitweilige Vorhaben. Sobald ein Projekt fertiggestellt ist, ist es daher üblich, das Team aufzulösen (wobei die Teammitglieder an anderen Stellen eingesetzt werden) oder es einem anderen Projekt zuzuweisen. IT-Projektteams richten sich normalerweise auf einen einzigen Release oder eine Release-Gruppe aus. Die Teams sind dagegen nur selten noch für ein System „zuständig“, sobald es live geht.

Supportteams

Diese Teams ähneln sowohl Operations- als auch Projektteams. IT-Supportteams sind dauerhaft und führen (wie Operations-Teams) IT-Servicemanagement-Funktionen aus, um die Geschäftsoperationen aufrechtzuerhalten und einen reibungslosem Ablauf zu gewährleisten. Die Arbeit dieser Teams ist zugleich der von Projektteams ähnlich, denn auch IT-Supportteams befassen sich mit bestimmten Problemen. IT-Supportteams gelten daher oft als Operations-Teams, denen jeden Tag viele Mini-Projekte zugewiesen werden.

Prozessteams

Diese Teams (manchmal auch IT-Geschäftssupportteams genannt) sind dauerhaft und für die IT-Systeme eines bestimmten Geschäftsprozesses zuständig, die sie managen und verbessern. Diese Teams sind oft mit Analysten, Projektmanagern sowie Datenexperten besetzt und arbeiten mit Projektteams zusammen, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen.

Rollen und Aufgaben von IT-Teams

Die jeweiligen Rollen und Aufgaben eines IT-Teams hängen von seiner Aufgabenstellung ab. Einige IT-Teams müssen bestimmte Projektergebnisse erzielen, während andere dafür verantwortlich sind, langfristige Produktivität und Profitabilität von Geschäftsprozessen sicherzustellen. Alle IT-Teams haben jedoch bestimmte Gemeinsamkeiten. Das Hauptziel jedes IT-Teams ist es, bestimmte Ergebnisse zu liefern, damit die geschäftlichen Mitglieder nicht zu Technologieexperten werden müssen. Die IT-Teams kümmern sich um die Technik, damit die geschäftlichen Mitarbeiter sich um geschäftliche Aktivitäten kümmern können. Einige der häufigsten Rollen von IT-Teams sind:

Technologische Fachkenntnis

IT-Teams unterscheiden sich von Teams für Geschäftsprozesse dadurch, dass sie mit Technikexperten und Personen besetzt sind, die darauf spezialisiert sind, Technologien zur Verbesserung von Geschäftsergebnissen zu nutzen.

Managen von Daten

Viele IT-Teams betreuen die Daten für ihre Organisation. Da geschäftliche Daten immer mehr in IT-Systemen gespeichert und gemanagt werden, sind die IT-Teams oft am besten in der Lage, die Daten des Unternehmens zu verstehen. Zudem kennt das Team auch oft die Beziehung zu anderen Daten und die Verwendung der Daten.

Automatisieren von Prozessen

Eine der Hauptaktivitäten von IT-Teams ist die Automatisierung von Geschäftsprozessen mithilfe von Technologie. Prozessautomatisierung beinhaltet das Verständnis der Geschäftsprozesse und der Technologie. Ebenfalls dazu gehört die Anpassung von System-Workflows, sodass sie mit den Aktivitäten der geschäftlichen Mitarbeiter integriert werden können.

Systemintegration

Die meisten geschäftlichen Prozesse benötigen für ihren Erfolg mehr als nur ein IT-System. IT-Teams sind üblicherweise für die Entwicklung, den Betrieb und die Wartung der Integrationen zwischen den IT-Systemen des Unternehmens sowie den Drittparteisystemen und -diensten zuständig.

Portfoliomanagement

IT-Teams betreuen zudem das Portfolio der Technologieinvestitionen des Unternehmens. Dabei sind die Teams dafür verantwortlich, dass die Systeme ordnungsgemäß laufen, um den Betrieb des Unternehmens aufrechtzuerhalten. Sie verwalten zusätzlich die Gesamtkosten des Vorhaltens der IT-Systeme und treffen Entscheidungen hinsichtlich der Technologielebenszyklen.

Managen und Warten von IT-Systemen

Unternehmen investieren erhebliche Beträge und viel Zeit in die Implementierung von IT-Systemen. Um eine maximale Rendite dieser Investition sicherzustellen, müssen IT-Teams die Systeme ständig warten und erweitern, damit sie auf aktuellem Stand bleiben und auch sich ändernden Geschäftsanforderungen gerecht werden.

Informations- und Systemsicherheit

IT-Systeme sind ein entscheidender Teil der Unternehmensoperationen. Daher sind IT-Teams berufen, diese Systeme nicht nur aufzubauen und zu betreiben, sondern sie auch zu sichern. Das Feststellen, Managen und Beheben von Sicherheitsschwächen und technologiebasierten Risiken sind wichtige Aufgaben des IT-Teams.

Verkäufer- und Lieferantenmanagement

Die meisten IT-Systeme beinhalten Komponenten von Drittparteien. Telefoninfrastruktur, Clouddienste und Drittparteisoftware sind in den meisten Geschäftsumfeldern üblich. Das IT-Team ist nicht nur für die Service Assurance dieser Systeme verantwortlich, sondern auch für das Managen und Fördern der Beziehungen zu externen Technologielieferanten und Supportteams.

Technologiesupport

Dieser Bereich ist vermutlich ist sichtbarste Rolle der IT: Das Reparieren von Technologiesystemen, wenn sie nicht richtig funktionieren. IT-Teams bieten oft Helpdesk-, Außendienst- und Incident-Reaktionsdienste, um Technologiestörungen zu beheben.

Die organisatorische Struktur von IT-Teams

Wenn das technologische Umfeld eines Unternehmens wächst, wächst auch seine IT-Organisation. In der IT können viele verschiedene Organisationsmodelle erfolgreich eingesetzt werden. Trotzdem ist es am wichtigsten, sicherzustellen, dass jedes IT-Team (und Unterteam) klare Aufgaben und Befugnisse hat, damit es Entscheidungen zu den zu nutzenden Ressourcen und den zu implementierenden Technologien treffen kann. Hier einige Beispiele zu den typischen Organisationsstrukturen von IT-Teams. Vielleicht finden Sie darunter ja auch die Struktur, in der Ihre IT-Abteilung organisiert ist.

Technologisch ausgerichtete Teamstrukturen

Die Organisationsstruktur war eine der ersten IT-Teamstrukturen und die Standardstruktur während eines Großteils der 1990er Jahre. Es handelt sich im Grunde um eine hierarchische Struktur, die nach dem technologischen Gebiet geordnet ist. So kann es dabei etwa ein Netzwerk-Team, ein Rechenzentrumsteam, ein Datenbankteam und ein Internetteam geben.

Geschäftlich ausgerichtete Teamstrukturen

Diese Organisationsstruktur wurde entwickelt, um große Plattformsysteme zu unterstützen, etwa ERP-, HRM- und CRM-Systeme, die in den frühen Jahren des 21. Jahrhunderts immer beliebter wurden. In dieser Organisationsstruktur werden die IT-Teams an den Funktionen der Geschäftsprozesse ausgerichtet und dienen als halbgeschlossene oder geschlossene IT-Organisationen ihrer jeweiligen Geschäftseinheit.

ITSM-Funktionsteams

Komplexe IT-Projekte erfordern oft Kräfte aus verschiedenen Disziplinen mit einer Vielfalt an Fähigkeiten und Erfahrungen. Da Projektteams nur vorübergehend zusammen bleiben, verwenden Unternehmen oft Matrix-Managementansätze, bei denen Projektressourcen auf die primäre Organisationsstruktur (geschäfts- oder technologiebezogen) ausgerichtet blieben und dann Projektteams zugewiesen werden, die mit anderen Teilen der IT-Organisation koordiniert werden können.

Matrix-Projektteams

Die meisten geschäftlichen Prozesse benötigen für ihren Erfolg mehr als nur ein IT-System. IT-Teams sind üblicherweise für die Entwicklung, den Betrieb und die Wartung der Integrationen zwischen den IT-Systemen des Unternehmens sowie den Drittparteisystemen und -diensten zuständig.

Hybride Geschäfts-/IT-Teams

Die digitale Transformation des Geschäftslebens und das Ansteigen der Integration von Technologiediensten mit Geschäftsprozessen hat dazu geführt, dass viele IT-Teams mit Teams für Geschäftsprozesse verschmelzen. Diese hybriden Geschäfts-/IT-Teams bestehen oft sowohl aus Experten für Geschäftsprozesse mit wenig technologischer Erfahrung als auch Technologen und Datenexperten.

Virtuelle Teams

Die Zusammenarbeitstechnologie und weitläufige Verfügbarkeit von Breitbandinternet haben dazu geführt, dass IT-Teams heute für eine effektive Zusammenarbeit nicht mehr am selben Ort sein müssen.  Virtuelle Teams sind in der IT-Branche häufig anzutreffen. Sie ermöglichen es Unternehmen, sowohl spezialisierte Experten als auch kostengünstige Technologieressourcen aus aller Welt zu nutzen. Diese virtuellen Teams sind besonders für Kurzzeitprojekte effektiv, bei denen die Teammitglieder zugleich weiter in einem anderen Job arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Project/Program Management Offices (PMOs) – Projektbüros

PMOs sind zentralisierte Organisationsstrukturen, die Führung, Koordination und zentralisierte Entscheidungsfindung für verteilte IT-Organisationen bereitstellen. Projektbüros lenken oft Aktivitäten wie die Budgetierung, die Release-Planung und das Risikomanagement, bei denen ein hoher Grad von funktionsübergreifender Koordination erforderlich ist.

Kompetenzcenter

Kompetenzcenter (Centers of Excellence – COE) sind eine Organisationsstruktur, die zusammen mit anderen IT-Teamstrukturen verwendet wird (etwa geschäftsausgerichtete Teams oder Matrix-Projektteams), um Best Practices in der Organisation zu erfassen, zu entwickeln und zu teilen. CoEs fördern eine kontrollierte Innovation und vermeiden das Risiko, das eigenständige IT-Teams uneinheitliche Arbeitsweisen entwickeln.

Stehende Projektteams

IT-Projekte sind befristete Vorhaben und auf ein bestimmtes Ergebnis ausgerichtet, bei dessen Erreichen das IT-Team wieder aufgelöst wird. Das kann zu Schwierigkeiten bei der Karriereplanung und dem Personalmanagement führen, sofern nicht ein strukturierter Plan zur Neuzuweisung von Ressourcen vorhanden ist. Ein häufig gewählter Ansatz ist es, IT-Ressourcen in stehende Teams aufzuteilen, die als Einheit von Projekt zu Projekt gereicht werden. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, wechselt das gesamte Team zur nächsten Aufgabe.

Ressourcenpools

Dieser Ansatz ist von Modellen in der Beratungsbranche inspiriert. Anhand dieses Ansatzes organisieren einige Unternehmen IT-Ressourcen je nach Arbeitsfachbereichen in Pools. Wenn Projekte und andere IT-Anforderungen auftauchen, werden die Ressourcen abgerufen und einem Engagement zugewiesen. Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, kehrt die Ressource ohne Zuweisung in den Pool zurück und kann anderen Engagements zugewiesen werden.

Geografisch ausgerichtete Teams

Weltweit tätige Unternehmen bauen einen Teil Ihrer IT-Organisation oft als lokale Teams auf, die bestimmten geografischen Regionen zugewiesen sind. Das geschieht besonders häufig in Fällen, bei denen die Sprache, kulturelle Faktoren oder regulatorische Vorgaben eine lokale Präsenz erfordern. Geografisch ausgerichtete Teams werden oft zusammen mit zentralisierten IT-Strukturen, PMOs und CoEs eingesetzt, um weltweite Standards zu fördern und die IT-Kosten zu minimieren.

Agile- und Scrum-Teams

Seit 2009 werden viele IT-Teams auch nach der Methodologie von Agile und Scrum aufgebaut, die kleine, selbstorganisierende Teams vorsehen. Einige Unternehmen haben versucht, die Methodologie von Agile und Scrum bei vorhandenen IT-Organisationsstrukturen zu implementieren, sind aber auf Schwierigkeiten in der Unternehmenskultur gestoßen. Die Implementierung von Agile oder Scrum erfordert oft eine Neuorganisation sowohl von Ressourcen als auch bei der Änderungen von operativen Prozessen.

Job-Disziplinen in einem IT-Team

Die in einem IT-Team zu findenden Disziplinen sind oft so vielfältig wie die Aufgabenstellung des Teams. Ein Team mag so wirken, als bestehe es aus einer Gruppe von Technologen, in Wahrheit aber sind viele Personen, die in der IT arbeiten, heute aus Disziplinen, die keine technische Natur haben. Zu diesen Disziplinen gehört eine Mischung aus geschäftlicher und operativer Fachkenntnis. Das soll es dem IT-Team ermöglichen, Ergebnisse mit maximalen Auswirkungen auf die unterstützten Geschäftsfunktionen zu liefern.

IT-Team-Prozesse

IT-Teams verwenden nicht einen Standardsatz von Prozessen. Der Grund dafür ist, dass IT-Teams viele verschiedene Aufgaben haben können, die jeweils andere Prozesse erfordern. Unternehmen können auch einen Satz von Unternehmensstandards festlegen, den alle IT-Teams einhalten müssen, um, zum Beispiel, eine zentralisierte Entscheidungsfindung, das Portfoliomanagement, das Risikomanagement, die Informationssicherheit oder die Service Assurance sicherzustellen. Es ist für jedes IT-Team entscheidend wichtig, einen Satz von Prozessen festzulegen und einzuführen, die die einzelnen Mitglieder ihren Aktivitäten zugrunde legen können, um zu garantieren, dass die Ressourcen des Teams effektiv und effizient genutzt werden. Es gibt drei Arten von Standard-IT-Prozessen, die die meisten Teams als Ausgangspunkt für ihre Prozessentwicklung nutzen. Daher sollten alle IT-Profis diese Standardprozesse kennen.

Software-Development Life Cycle (SDLC) – Softwareentwicklungs-Lebenszyklus

Das Grundkonstrukt eines Softwareentwicklungs-Lebenszyklus ist seit Jahrzehnten bekannt und der Ausgangspunkt für Prozesse in den meisten IT-Teams. Auch wenn der Name vermuten lässt, dass sich dieses Konzept nur für die Softwareentwicklung eignet, werden Varianten des SDLC auch als unterliegende Struktur für die Entwicklung von IT-Systemen und -Diensten aller Technologiearten verwendet. Das SDLC ist ein Prozessrahmenwerk, das sich auf die Entwicklung neuer IT-Fähigkeiten konzentriert. Das können ganz neue Systeme oder Änderungen an bestehenden Systemen sein.

SDLC beginnt mit einem Bedarf oder einer Chance und endet mit der Erfüllung dieses Bedarfes durch eine technologische Fähigkeit. Dabei umfasst SDLC eine Serie von Aktivitätsphasen, die den Bedarf erfassen und klären sollen, um diesen dann durch passende Technologieantworten zu erfüllen.

Jede dieser Phasen umfasst eine Gruppe von Aktivitäten, die durchgeführt werden, um die Arbeitseinheit in die nächste Phase zu bringen. SDLC ist eng mit Methoden verwandt, die als „Wasserfall-Projektmanagement“ bekannt sind, unterstützt aber auch moderne Agile-Methoden. Wichtig ist, dass SDLC nicht als vorgeschriebener Satz an Aufgaben zu verstehen ist, sondern IT-Profis vielmehr eine allgemeine Vorstellung vermitteln soll, wie Unternehmensanforderungen durch die Aktivitäten von IT-Teams in IT-Fähigkeiten umgesetzt werden.

IT Infrastructure Library (ITIL)

Die IT Infrastructure Library ist eine der weitesten bekanntesten und verwendeten Prozessrahmenwerke in der IT-Branche. Während sich SDLC auf das Voranbringen von Änderungen (im Kontext von Projekten) konzentriert, liegt der Schwerpunkt von ITIL darauf, für die Organisation Wert durch den Betrieb von IT-Systemen und -Diensten zu schaffen. Ähnlich wie bei SDLC sollte der Name „ITIL“ nicht so verstanden werden, als könne man das Konzept nur auf IT-Dienste anwenden. Vielmehr kann man ITIL auch zum Managen von Geschäftsdiensten und hybriden Geschäfts-/IT-Diensten verwenden. Zur Herkunft und Geschichte von ITIL wurde schon viel geschrieben. Für den ITIL-Anwender ist es jedoch am wichtigsten, zu verstehen, dass ITIL im Grunde ein durchgängiger Verbesserungszyklus (und eine Abwandlung des Demingkreises) ist.

Das ITIL-Rahmenwerk besteht aus einer Serie von fünf Lebenszyklusphasen, die in einem dauerhaften Kreislauf immer wieder durchlaufen werden. Die Phasen werden oft in der folgenden Reihenfolge nummeriert. Die meisten IT-Servicemanagementprofis empfehlen jedoch, die ständige Serviceverbesserung als Ausgangspunkt für ITIL-Anwendungen heranzuziehen.

SDLC- und ITIL-Prozesse haben klare Überlappungen, ebenso, wie es Überlappungen bei den Aktivitäten verschiedener IT-Team in einer Organisation gibt. Auch wenn es verlockend erscheinen mag, beide Methoden zu einer einzigen zusammenzuführen, wird doch nur sehr wenigen IT-Teams das Managen des Servicelebenszyklus von Ende-zu-Ende zugewiesen. ITIL ist ein wichtiges Tool, um den Anstrengungen eines IT-Teams einen Rahmen zu geben und um zu bestimmen, welche Prozesse benötigt werden, damit das Team seine Ziele erfolgreich erreichen kann.

Agile-Methoden

Im Jahr 2004 hätte es für die meisten IT-Profis noch ausgereicht, SDLC und ITIL zu verstehen, um die Rolle ihres IT-Teams zu erkennen und zu sehen, wie sie sich in das große Ganze einfügen. Die sich entwickelnde Beliebtheit der Agile-Methoden verändert jedoch das IT-Prozessumfeld. Die Rahmenwerke SDLC und ITIL wurden beide erstellt, um die ganzheitlichen Aktivitäten der gesamten IT-Organisation eines Unternehmens zu optimieren und nicht diejenigen eines einzelnen Teams. Agile-Methoden (einschließlich Scrum und SAFe, zum Beispiel) basieren auf der Prämisse, dass IT-Teams effektiver sind, wenn sie sich auf kleinere Teile der Arbeit konzentrieren, sich selbst organisierende Teams nutzen und Änderungen häufiger liefern. Anstelle die Aufgaben aufzuteilen, bieten die Agile-Methoden IT-Teams einen hohen Grad an Autonomie bei der Festlegung ihrer eigenen Prozesse und Arbeitsweisen. So können die Teams diese an ihre einzigartige Teamdynamik und die Ziele des Teams anpassen.

Agile-Methoden modernisieren die Art und Weise, wie IT-Team operieren. Das Agile-Maifest ist ein guter Ausgangspunkt, um Agile zu verstehen. Agile ist aber trotzdem keine Ansammlung vorgeschriebener Prozesse. Agile kann man sich als Sammlung von Prinzipien vorstellen, die beschreiben, wie und wo man vorhandene Rahmenwerke (etwa SDLC und ITIL) nutzen und wo man sie anpassen soll, um eine maximale Effektivität und Effizienz des IT-Teams zu erreichen.

Tools zur Unterstützung von IT-Teams

Moderne IT-Teams können, genau wie die Unternehmen, die sie unterstützen, erheblich von der Technologie profitieren, um Prozesse zu orchestrieren, Daten zu managen, die Interaktionen von Stakeholdern und dem Team vereinfachen und die laufenden Arbeiten nachzuverfolgen. Die Arten von Systemen, die ein IT-Team benötigt, hängen von seiner Größe, der Aufgabe des Teams und der Notwendigkeit der Interaktion mit anderen ab. Ein kleines IT-Team benötigt möglicherweise nur einige grundlegende Funktionen, während die IT-Abteilung eines großes, multinationalen Unternehmens vielleicht große und robuste Tools sowie Systeme braucht, um seine IT-Funktion zu erfüllen. Einige der wichtigsten Tool-Funktionen für IT-Teams sind:

IT-Funktionen sind ein entscheidender Teil jedes modernen Unternehmens. Sie managen die Technologieinvestitionen des Unternehmens. Zudem managen sie die Daten, die als Informationen für die Entscheidungsfindung dienen. Sie schützen das Unternehmen vor Risiken für die Informationssicherheit und sie ermöglichen es dem Unternehmen, sich an die sich ändernden Geschäftsanforderungen anzupassen. IT-Teams bilden den Kern dessen, was diese Funktion erfolgreich dabei macht, den ihr zugewiesenen Zweck zu erfüllen. Die IT-Teams bieten Kontext für die Zusammenarbeit und den Ideenaustausch hoch qualifizierter Einzelpersonen. So können diese Personen zusammen das breite Spektrum von Aktivitäten abdecken, das erforderlich ist, um die IT-Systeme eines Unternehmens aufzubauen, weiterzuentwickeln und zu betreiben.

IT-Teams können einen generellen Auftrag haben, Aktivitäten auszuführen (etwa Serviceoperationen) oder werden für einen bestimmten Zweck zusammengestellt, zum Beispiel die Implementierung einer neuen Software. Die beruflichen Disziplinen der IT-Teammitglieder können technischer Natur sein oder auch geschäftsorientiert. IT-Teams nutzen vorhandene Prozessrahmenwerke, etwa SDLC, ITIL und Agile-Methoden, und unterstützen diese Prozesse mit Tools sowie Software, die den Teammitgliedern eine gute Zusammenarbeit ermöglicht. Einzigartig sind IT-Teams im Hinblick auf ihre gemeinsame Konzentration auf die Nutzung von Technologie zur Verbesserung der Geschäftsproduktivität und -leistung.

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