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Was ist eine IT-Abteilung?

Eine IT-Abteilung im Unternehmen besteht aus einer Gruppe von IT-Profis, die groß angelegte Systeme entwickeln, ausrollen und pflegen, welche den Geschäftsbetrieb moderner Unternehmen erst ermöglichen.

Welche Funktion hat eine IT-Abteilung?

Die Kernaufgabe der IT-Abteilung ist es, die IT-Infrastruktur eines Unternehmens zu verwalten und am Laufen zu halten. Dabei gibt es jedoch zu beachten, dass jede IT-Abteilung eines Unternehmens anders aussehen kann. Je nach Kultur und Anforderungen eines Unternehmens können die Erfahrung und die Fähigkeiten der Teammitglieder sowie Arten der Systeme, an denen sie arbeiten, unterschiedlich sein. Einige IT-Teams sind technologische Generalisten, die mit einem breiten Spektrum von Systemen und Diensten arbeiten. Andere Teams dagegen sind Spezialisten und konzentrieren sich auf bestimmte Technologien (etwa Netzwerke oder Webservices) oder eine bestimmte Art von System (Verkaufssupport, Produktion, Logistik usw.). Es gibt auch IT-Teams, die sich ganz auf die Technologie konzentrieren, während andere mit Datenspezialisten oder Analysten besetzt sind, die tiefgreifende Kenntnisse der Geschäftsprozesse haben. IT-Teams sind erfolgreich, weil sie der richtige Personenkreis sind, um jede Herausforderung zu meistern, die sich ihnen stellt.

Welche Arten von IT-Teams gibt es?

Obwohl jedes IT-Team einzigartig ist, gibt es ein paar allgemeine Gründe, warum IT-Teams gebildet werden. Einige IT-Teams sind dauerhaft, während andere nur für einen begrenzten Zeitraum bestehen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, und dann wieder aufgelöst werden. IT-Teams fallen meistens in eine der folgenden vier Gruppen:

 

Operations-Teams

Diese Teams konzentrieren sich auf die Infrastruktur rund um die Betriebstechnologie (etwa Netzwerke, Datencenter und Webservices). Sie monitoren diese und stellen sicher, dass die Dienste sowie Systeme verfügbar sind und normal arbeiten, um den Geschäftsbetrieb zu unterstützen. Diese Teams werden oft als IT-Service Management-Teams (ITSM) bezeichnet. Ihr Hauptziel ist es, das IT-Ökosystem aufzusetzen und in Betrieb zu halten. Operations-Teams sind dauerhafte Teams und werden häufig durch eine ausgeklügelte Monitoring- und Kommandozentralen-ähnliche Infrastruktur unterstützt.

Projektteams

Diese Art von Team wird zusammengestellt, um ein bestimmtes Problem zu lösen, ein System zu implementieren oder eine Änderung umzusetzen. Projekte sind zeitweilige Vorhaben. Sobald ein Projekt fertiggestellt ist, ist es daher üblich, das Team aufzulösen (wobei die Teammitglieder an anderen Stellen eingesetzt werden) oder es geschlossen einem anderen Projekt zuzuweisen. IT-Projektteams richten sich normalerweise auf einen einzigen Release oder eine Release-Gruppe aus. Die Teams sind dagegen nur selten noch für ein System zuständig, sobald es live geht.

Supportteams

Diese Teams ähneln sowohl Operations- als auch Projektteams. IT-Supportteams sind dauerhaft und führen (wie Operations-Teams) IT-Service Management-Funktionen aus, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Arbeit dieser Teams ist zugleich der von Projektteams ähnlich, denn auch IT-Supportteams befassen sich mit spezifischen Problemen. IT-Supportteams gelten daher oft als Operations-Teams, denen jeden Tag viele Mini-Projekte zugewiesen werden.

Prozessteams

Diese Teams (manchmal auch IT-Business-Support-Teams genannt) sind dauerhaft und für die IT-Systeme eines bestimmten Geschäftsprozesses zuständig, die sie aufsetzen, managen und verbessern. Diese Teams sind oft mit Analysten, Projektmanagern sowie Datenexperten besetzt und arbeiten mit Projektteams zusammen, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen.

Welche Aufgaben gibt es in der IT-Abteilung?

Die jeweiligen Rollen und Verantwortlichkeiten einer IT-Abteilung hängen von den dessen Aufgaben ab. Einige IT-Teams müssen bestimmte Projektergebnisse vorantreiben, während andere dafür verantwortlich sind, langfristige Produktivität und Profitabilität von Geschäftsprozessen sicherzustellen. Alle IT-Teams haben jedoch gewisse Gemeinsamkeiten. Das Hauptziel jedes IT-Teams ist es, bestimmte Ergebnisse zu liefern, damit andere Mitarbeiter nicht zu Technologieexperten werden müssen. Die IT-Teams kümmern sich um die Technik, damit die Mitarbeiter sich um ihre Aktivitäten kümmern können. Einige der üblichen Aufgaben von IT-Teams beinhalten:

Technologische Fachkenntnis

IT-Teams unterscheiden sich von Geschäftsprozessteams dadurch, dass sie mit Technologieexperten und Personen besetzt sind, die darauf spezialisiert sind zu verstehen, wie Technologie zur Verbesserung der Geschäftsleistung eingesetzt werden kann.

Datenmanagement

Viele IT-Teams sind Datenverwalter für ihre Organisationen. Da Geschäftsdaten zunehmend in IT-Systemen gespeichert und verwaltet werden, sind IT-Teams oft am besten in der Lage, die Daten des Unternehmens, wie sie zu anderen Daten in Beziehung stehen und die Verwendung der Daten zu verstehen.

Prozessautomatisierung

Eine der Hauptaktivitäten von IT-Teams ist die Automatisierung von Geschäftsprozessen mithilfe von Technologie.  Bei der Prozessautomatisierung geht es darum, sowohl die Geschäftsprozesse als auch die Technologie zu verstehen und die System-Workflows so anzupassen, dass sie sich in die Aktivitäten der geschäftlichen Mitarbeiter integrieren lassen.

Systemintegration

Die meisten Geschäftsprozesse sind auf mehr als ein IT-System angewiesen, um erfolgreich zu sein. IT-Teams sind üblicherweise für die Entwicklung, den Betrieb und die Wartung von Integrationen zwischen den IT-Systemen des Unternehmens sowie Systemen und Diensten von Drittanbietern verantwortlich.

Portfoliomanagement

IT-Abteilungen betreuen zudem das Portfolio der Technologieinvestitionen des Unternehmens. Dabei sind die Teams dafür verantwortlich, dass die Systeme ordnungsgemäß funktionieren, um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Sie verwalten auch die Gesamtbetriebskosten der IT-Systeme und treffen Entscheidungen hinsichtlich der Technologielebenszyklen.

Management und Wartung von IT-Systemen

Unternehmen investieren eine enorme Menge an Zeit und Geld in die Implementierung von IT-Systemen. Um eine maximale Rendite aus dieser Investition zu erzielen, müssen IT-Teams die Systeme kontinuierlich warten und aktualisieren, um sie auf dem neuesten Stand zu halten und sie an die sich ändernden Geschäftsanforderungen anzupassen.

Informations- und Systemsicherheit

IT-Systeme sind ein entscheidender Teil des Unternehmensbetriebs. IT-Abteilungen haben nicht nur die Aufgabe, diese Systeme zu bauen und zu betreiben, sondern auch, sie sicher zu halten. Die Bewertung, Verwaltung und Minderung von Sicherheitsschwachstellen und technologiebezogenen Risiken sind wichtige Bestandteile der Arbeit des IT-Teams.

Anbieter- und Lieferantenmanagement

Die meisten IT-Systeme enthalten irgendeine Art von Drittanbieter-Komponenten. Telefonie-Infrastruktur, Cloud-Dienste und Software von Drittanbietern sind in den meisten Geschäftsumgebungen üblich. Das IT-Team ist nicht nur für die Servicegarantie für diese Systeme verantwortlich, sondern auch für die Verwaltung und Erleichterung der Beziehungen zu externen Technologielieferanten und Support-Teams.

Technologiesupport

Dies ist vielleicht die sichtbarste Rolle der IT - die Reparatur von Technologiesystemen, wenn diese nicht funktionieren. IT-Teams bieten oft Helpdesk-, Außendienst-Support und Incident-Response-Dienste an, um Technologiestörungen zu beheben.

Welche IT-Organisationsstrukturen gibt es?

Wenn das technologische Umfeld eines Unternehmens wächst, wächst folglich auch die IT-Abteilung. In der IT können viele verschiedene Organisationsmodelle erfolgreich eingesetzt werden. Am wichtigsten ist jedoch sicherzustellen, dass jede IT-Abteilung (und untergeordnete IT-Teams) einen klaren Verantwortungsbereich und Befugnisse hat, Entscheidungen bezüglich der von ihnen eingesetzten Ressourcen und implementierten Technologien zu treffen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für typische Organisationsstrukturen von IT-Teams, von denen eine möglicherweise die Struktur Ihrer IT-Abteilung ist:

Technologie-orientierte Teams

Diese Organisationsstruktur war eine der ersten IT-Teamstrukturen und die Standardstruktur während eines Großteils der 1990er Jahre. Es handelt sich um eine hierarchische Struktur, die nach Technologiebereichen geordnet ist. So kann es etwa ein Netzwerk-Team, ein Rechenzentrumsteam, ein Datenbankteam und ein Webteam geben.

Geschäftsorientierte Teams

Diese Organisationsstruktur wurde entwickelt, um große Plattformsysteme zu unterstützen, etwa ERP-, HRM- und CRM-Systeme, die in den frühen 2000ern immer beliebter wurden. In dieser Organisationsstruktur werden die IT-Teams an den Funktionen der Geschäftsprozesse ausgerichtet und dienen als halbe, eigenständige IT-Organisation für den jeweiligen Unternehmensbereich.

ITSM-Funktionsteams

Komplexe IT-Projekte erfordern oft Ressourcen aus verschiedenen Disziplinen mit einer Vielzahl an Fähigkeiten und Erfahrungen. Da Projektteams zeitlich befristet sind, verwenden Unternehmen oft Ansätze des Matrix-Managements, bei denen Projektressourcen an einer primären Organisationsstruktur (geschäfts- oder technologiebezogen) ausgerichtet bleiben und Projektteams zugewiesen werden, die möglicherweise mit anderen Teilen der IT-Organisation koordiniert werden.

Matrix-Projektteams

Die meisten Geschäftsprozesse benötigen für ihren Erfolg mehr als nur ein IT-System. IT-Teams sind üblicherweise für die Entwicklung, den Betrieb und die Wartung der Integrationen zwischen den IT-Systemen des Unternehmens sowie den Systemen und Diensten von Drittanbietern verantwortlich.

Hybride Geschäfts-/IT-Teams

Die digitale Transformation von Unternehmen und die vermehrte Integration von Technologiediensten und Geschäftsprozessen hat dazu geführt, dass sich viele IT-Teams mit Geschäftsprozess-Teams zusammenschließen. Diese hybriden Geschäfts/IT-Teams enthalten oft sowohl Experten für Geschäftsprozesse mit wenig Technologieerfahrung als auch Technologen und Datenexperten.

Virtuelle Teams

Die Technologie zur Zusammenarbeit und die breite Verfügbarkeit von Breitband-Internet haben dazu geführt, dass IT-Abteilungen bzw. Teams heute für eine effektive Zusammenarbeit nicht mehr am selben Ort sein müssen.  Virtuelle Teams sind in der IT-Branche weit verbreitet und ermöglichen es Unternehmen, sowohl spezialisierte Experten als auch kostengünstige Technologieressourcen aus der ganzen Welt zu nutzen. Virtuelle Teams sind besonders effektiv für kurz angelegte Projektarbeiten, bei denen die Teammitglieder auch für die Fortführung ihrer Tagesjobs verantwortlich sind.

Project/Program Management Offices (PMOs) – Projektbüros

PMOs sind zentralisierte Organisationsstrukturen, die für Führung, Koordination und zentralisierte Entscheidungsfindung in verteilten IT-Organisationen sorgen sollen. PMOs steuern häufig Aktivitäten wie Budgetierung, Release-Planung und Risikomanagement, bei denen ein hohes Maß an funktionsübergreifender Koordination erforderlich ist.

Kompetenzzentren

Kompetenzzentren (Centers of Excellence, CoE) ist eine Organisationsstruktur, die in Kombination mit den Strukturen anderer IT-Teams (z. B. geschäftsorientierte Teams oder Matrix-Projektteams) als eine Möglichkeit zur Erfassung, Entwicklung und dem Teilen von Best Practices im gesamten Unternehmen genutzt wird. Kompetenzzentren fördern kontrollierte Innovation ohne das Risiko, dass autonome IT-Teams uneinheitliche Arbeitsweisen entwickeln.

Beständige Projektteams

IT-Projekte sind zeitlich befristete Aufgaben, die auf einen festen Abschluss und die anschließende Auflösung des IT-Teams ausgelegt sind. Dies kann Herausforderungen für die Karriereplanung und das Personalmanagement mit sich bringen, wenn es keinen strukturierten Plan für die Neuzuweisung von Ressourcen gibt. Ein gängiger Ansatz ist die Organisation von IT-Ressourcen in festen Teams, die sich als Einheit von Projekt zu Projekt bewegen. Wenn ein Projekt abgeschlossen ist, wechselt das gesamte Team zum nächsten Auftrag.

Ressourcen-Pools

Abgeleitet von Consulting-Geschäftsmodellen organisieren einige Unternehmen IT-Ressourcen in Pools, die auf Jobdisziplinen basieren. Wenn Projekte und andere IT-Erfordernisse entstehen, werden die Ressourcen aus diesem Pool abgerufen und einem Auftrag zugewiesen. Ist die Arbeit abgeschlossen, kehrt die Ressource in den Zustand „nicht zugewiesenen“ zurück und wird anderweitig neu zugewiesen.

Geografisch ausgerichtete Teams

Globale Unternehmen strukturieren oft einen Teil ihrer IT-Organisation als lokalisierte Teams, die auf bestimmte geografische Regionen ausgerichtet sind. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Sprache, kulturelle Faktoren oder regulatorische Anforderungen eine lokale Präsenz erfordern. Geografisch ausgerichtete Teams werden oft in Kombination mit zentralisierten IT-Teamstrukturen, PMOs und CoEs eingesetzt, um globale Standards zu ermöglichen und die IT-Kosten zu minimieren.

Agile- und Scrum-Teams

Seit 2009 sind IT-Abteilungen häufig nach Agile- und Scrum-Methoden organisiert, die den Einsatz von kleinen, selbstorganisierten Teams fördern. Einige Unternehmen haben versucht, Agile- und Scrum-Methoden im Rahmen bestehender IT-Organisationsstrukturen zu implementieren, jedoch festgestellt, dass dies kulturell schwierig ist. Die Implementierung von Agile oder Scrum erfordert oft eine Reorganisation der Ressourcen sowie Änderungen der betrieblichen Abläufe.

Welche Jobs gibt es in der IT-Abteilung?

Die Aufgaben, die in einer IT-Abteilung zu finden sind, sind vielfältig. Während das IT-Team vielleicht als eine Gruppe von Technologen wahrgenommen wird, sind viele der Job-Disziplinen der Menschen, die in der IT arbeiten, heute nicht mehr technisch. Sie umfassen eine Mischung aus betriebswirtschaftlichem und operativem Fachwissen, das dem IT-Team dabei helfen soll, Ergebnisse zu liefern, die einen maximalen Einfluss auf jeweils unterstützen Geschäftsfunktionen haben

Projektmanager

Koordination der Aktivitäten der Teammitglieder

Wirtschafts- und IT-Analysten

Verbesserung der Produktivität, Senkung der Kosten und Analyse der Geschäftsanforderungen für IT-Lösungen

Geschäftsprozessdesigner

Design, Entwicklung und Optimierung sowohl von Geschäftsprozessen als auch der Systemabläufe, um Reibung zu vermindern und die Prozesseffizienz zu verbessern

IT-Ingenieure/-Entwickler

Erstellen, Wartung und Reparatur von IT-Hardware, -Software und -Diensten

Tester und Qualitätsprüfer

Durchführung von Tests, um zu überprüfen, ob IT-Systeme wie vorgesehen funktionieren, und Identifizierung von Fehlern, die behoben werden müssen

User Interface-Designer

Entwicklung von grafischen Benutzeroberflächen, damit Personen auf effiziente, zugängliche und user-freundliche Weise mit IT-Systemen interagieren können

Datenwissenschaftler und -analysten

Design, Implementierung und Management der Datenkomponenten eines IT-Systems und Konzentration auf die Datenintegration und die Nutzbarkeit der Daten zur Entscheidungsfindung

Solution Architects

Erstellung und Planung von IT-Systemen mit mehreren Komponenten, einschließlich der Systemschnittstellen; zentral für Skalierbarkeit und Interoperabilität

Experten für Informationssicherheit und -risiken

Informationssicherheit und -risiken sind eine Hauptsorge für viele Unternehmen. Daher verwundert es nicht, wenn heute Sicherheits- und Risikoexperten gleich in IT-Teams eingebettet werden.

ITSM Practitioners

Incident-Manager, Problem-Manager, Change-Manager und andere ITSM-Mitarbeiter sind für die Service-Assurance der IT-Hardware, -Software und -Dienste verantwortlich.

Anbietermanagement

verantwortlich für das Managen und Erleichtern der Interaktionen mit Anbietern, Verkäufern und externen Parteien, die direkt mitarbeiten oder die Arbeit des IT-Teams unterstützen.

Prozesse in der IT-Organisation

IT-Abteilungen verwenden meistens keinen Standardsatz von Prozessen, da sie eine Vielzahl von Aufgaben haben können, die unterschiedliche Prozesse erfordern. Unternehmen können jedoch eine Reihe von Unternehmensstandards festlegen, die alle IT-Teams einhalten müssen, um zum Beispiel eine zentralisierte Entscheidungsfindung, das Portfoliomanagement, das Risikomanagement, die Informationssicherheit oder die Service Assurance sicherzustellen. Es ist wichtig für jedes IT-Team, eine Reihe von Prozessen zu etablieren und zu definieren, die die Aktivitäten der einzelnen Teammitglieder steuern und sicherstellen, dass die Ressourcen des Teams effektiv und effizient genutzt werden. Es gibt drei Sätze von Standard-IT-Prozessen, die von den meisten Teams als Ausgangspunkt für die Prozessentwicklung verwendet werden und mit denen alle IT-Experten vertraut sein sollten:

Software-Development Life Cycle (SDLC) – Lebenszyklus der Softwareentwicklung

Das Grundkonstrukt eines SDLC ist seit Jahrzehnten bekannt und der Ausgangspunkt für Prozesse in den meisten IT-Teams. Obwohl der Name andeutet, dass er nur für die Softwareentwicklung gilt, wird eine Variante des SDLC als Grundstruktur für die Entwicklung von IT-Systemen und -Diensten aller Technologietypen verwendet. Das SDLC ist ein Prozessrahmen, der sich auf die Entwicklung neuer IT-Funktionen konzentriert. Dabei kann es sich um ganz neue Systeme oder Änderungen an bestehenden Systemen handeln.

Der SDLC beginnt mit einer Art von Bedarf oder Gelegenheit und endet mit der Erfüllung dieses Bedarfs durch eine Art von Technologiefähigkeit. Dabei umfasst SDLC eine Reihe von Aktivitätsphasen, die den Bedarf erfassen und klären sollen, um geeignete technologische Antworten zu entwickeln.

Jede dieser Phasen umfasst eine Gruppe von Aktivitäten, die durchgeführt werden, um die Arbeitseinheit in die nächste Phase zu bringen. SDLC ist eng mit Methoden verwandt, die als „Wasserfall-Projektmanagement“ bekannt sind, unterstützt aber auch moderne Agile-Methoden. Wichtig ist, dass SDLC nicht als vorgeschriebener Satz an Aufgaben zu verstehen ist, sondern IT-Experten vielmehr eine allgemeine Vorstellung vermitteln soll, wie Unternehmensanforderungen durch die Aktivitäten von IT-Teams in IT-Fähigkeiten umgesetzt werden.

IT Infrastructure Library (ITIL)

Die IT Infrastructure Library ist eine der bekanntesten und verwendeten Prozessrahmen in der IT-Branche. Während sich der SDLC darauf konzentriert, Veränderungen (im Rahmen von Projekten) voranzutreiben, konzentriert sich ITIL darauf, den Wert für die Organisation durch den Betrieb von IT-Systemen und -Services zu steigern. Ähnlich wie bei SDLC sollte der Name „ITIL“ nicht so verstanden werden, als könne man das Konzept nur auf IT-Dienste anwenden. ITIL kann auch zum Managen von Geschäftsdiensten und hybriden Geschäfts-/IT-Diensten verwendet werden. Es wurde viel über die Ursprünge und die Geschichte von ITIL geschrieben, aber für den IT-Praktiker ist es am wichtigsten zu verstehen, dass ITIL im Wesentlichen ein kontinuierlicher Verbesserungszyklus ist (eine Ableitung des Deming-Zyklus).

Das ITIL-Rahmenwerk besteht aus fünf Lebenszyklusphasen, die in einer kontinuierlichen Schleife ausgeführt werden. Die Phasen werden oft in der folgenden Reihenfolge nummeriert. Die meisten IT-Servicemanagementprofis empfehlen jedoch, die ständige Serviceverbesserung als Ausgangspunkt für ITIL-Anwendungen heranzuziehen.

SDLC- und ITIL-Prozesse überschneiden sich eindeutig, ebenso wie die Aktivitäten der verschiedenen IT-Teams innerhalb einer Organisation. Es mag zwar verlockend sein, zu versuchen, sie in einer einzigen Methodik zusammenzufassen, aber nur sehr wenige IT-Teams sind damit beauftragt, den End-to-End Service-Lebenszyklus zu verwalten. ITIL ist ein wichtiges Werkzeug, um den Aufwand einer IT-Abteilung bzw. Eines IT-Teams einzugrenzen und zu bestimmen, welche Arten von Prozessen benötigt werden, damit das Team seine Ziele erfolgreich erreichen kann.

Agile-Methoden

Im Jahr 2004 hätte es für die meisten IT-Profis noch ausgereicht, SDLC und ITIL zu verstehen, um die Rolle ihres IT-Teams zu erkennen und zu sehen, wie sie sich in das große Ganze einfügen. Die sich entwickelnde Beliebtheit der Agile-Methoden verändert jedoch das IT-Prozessumfeld. Die Rahmenwerke SDLC und ITIL wurden beide erstellt, um die ganzheitlichen Aktivitäten der gesamten IT-Abteilung eines Unternehmens zu optimieren und nicht die einzelner Teams. Agile-Methoden (einschließlich beispielsweise Scrum und SAFe) fördern die Prämisse, dass IT-Teams effektiver sind, wenn sie sich auf kleinere Teile der Arbeit konzentrieren, selbstorganisierende Teams einsetzen und Änderungen häufiger liefern. Anstatt die Aufgaben aufzuteilen, bieten die Agile-Methoden IT-Teams einen hohen Grad an Autonomie bei der Festlegung ihrer eigenen Prozesse und Arbeitsweisen. So können die Teams diese an ihre einzigartige Teamdynamik und die Ziele des Teams anpassen.

Agile-Methoden modernisieren die Art und Weise, wie IT-Team operieren. Das „Agile Manifesto“ ist ein guter Ausgangspunkt, um Agile zu verstehen. Agile ist aber trotzdem keine Ansammlung vorgeschriebener Prozesse. Agile kann man sich als Sammlung von Prinzipien vorstellen, die beschreiben, wie und wo man vorhandene Rahmenwerke (etwa SDLC und ITIL) nutzen und wo man sie anpassen sollte, um eine maximale Effektivität und Effizienz des IT-Teams zu erreichen.

Tool-Funktionen zur Unterstützung der IT-Abteilung

Moderne IT-Teams können, genau wie die Unternehmen, die sie unterstützen, erheblich von Technologien profitieren, um Prozesse zu orchestrieren, Daten zu managen, die Interaktionen von Stakeholdern und dem Team zu vereinfachen und die laufenden Arbeiten nachzuverfolgen. Die Arten von Systemen, die ein IT-Team benötigt, hängen von seiner Größe, der Aufgabe des Teams und der Notwendigkeit der Interaktion mit anderen ab. Ein kleines IT-Team benötigt möglicherweise nur einige grundlegende Funktionen, während die IT-Abteilung eines großen, multinationalen Unternehmens vielleicht große und robuste Tools sowie Systeme braucht, um seine IT-Funktion zu erfüllen. Einige der wichtigsten Tool-Funktionen für IT-Teams sind:

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Die IT-Abteilung ist ein entscheidender Teil jedes modernen Unternehmens. Sie managet die Technologieinvestitionen des Unternehmens und die Daten, die die Entscheidungsfindung unterstützen. Sie schützt das Unternehmen vor Risiken bezüglich der Informationssicherheit und sie ermöglicht es dem Unternehmen, sich an die sich ändernden Geschäftsanforderungen anzupassen. IT-Teams bieten einen Rahmen, in dem hochqualifizierte Personen zusammenarbeiten, Ideen austauschen und an der großen Bandbreite von Aktivitäten mitwirken können, die für den Aufbau, die Weiterentwicklung und den Betrieb der IT-Systeme eines Unternehmens erforderlich sind.

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