Lizenzmanagement ist unzweifelhaft eine der wichtigsten Software-Funktionen von IT-Teams. Früher ging es bei Diskussionen des IT-Managements oft um physische Ressourcen wie Server und Endpunktgeräte. Diese sind aber bloße Hosts und Liefermechanismen für die Assets, die die Nutzer wirklich verwenden und die den meisten Geschäften zugrunde liegt: Software. Die Verbreitung und geschäftliche Bedeutung von Software macht ihr Management zu einer Top-Priorität für jedes IT-Team. Den Anfang der Managementherausforderungen machen die Lizenzen, die die Kosten für die Software, den Zugriff darauf und die Pflichten festlegen.

Was ist Software-Lizenzmanagement?

Allgemein ausgedrückt umfasst das Software-Lizenzmanagement die Prozesse und Tools, die Ihr Unternehmen einsetzt, um die von ihm genutzten Softwareprodukte zu kontrollieren, zu dokumentieren sowie das Wo und Wie der Nutzung festzulegen. Software-Lizenzmanagement ist wichtig, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen alle einschlägigen Unternehmenslizenzen und Endnutzerlizenzvereinbarungen (EULA) einhält.

Genauer ausgedrückt: Softwarelizenzen legen die vertraglichen Einzelheiten fest, wie die Software verwendet werden darf und wie der Anbieter zu vergüten ist. In einer typischen Vereinbarung wird festgelegt, wie viele Lizenzen gekauft wurden, wie viele Installationen mit diesen Lizenzen zulässig sind und was geschieht, wenn mehr Lizenzen verbraucht als gekauft wurden. Effektives Software-Lizenzmanagement verfolgt alle diese Aspekte nach und bietet Funktionen, mit denen Ihr Unternehmen Verstöße gegen die Software-Lizenzbedingungen vermeiden kann. Falls es doch dazu kommt, verfolgen die Funktionen auch die aus den Verstößen herrührenden Vertragsstrafen nach.

Die Rollen des Software-Lizenzmanagements

Software-Lizenzmanagement ist ein wichtiger Teil des Software-Asset-Managements (SAM), das wiederum ein zentrales Element des IT-Asset-Managements (ITAM) ist. SAM umfasst grundsätzlich alle Tools und Prozesse, die zum Managen, Kontrollieren und Schützen aller Ihrer Software-Assets während ihres gesamten Lebenszyklus notwendig sind. Effektives Management der Softwarelizenzen und Einhaltung ihrer Vorgaben ist daher natürlich wichtig, um die Ziele des SAM zu erreichen.

ITAM ist ebenfalls eine Sammlung bestimmter Funktionen und Aufgaben. Dazu einige Beispiele (Liste nicht abschließend):

Jeder der genannten Punkte hängt weitgehend von Software ab und jede Software unterliegt einer Lizenz. Daher ist SLM sowohl ein Hauptelement von ITAM und eine Gruppe von Praktiken, die alle ITAM-Software-Tools umfassen muss.

Warum ist Service-Level-Management (SLM) von Bedeutung?

SLM ist ein zentrales Element von effektivem ITAM. Das macht SLM zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für andere IT-Initiativen, besonders in den Bereichen IT-Service-Management (ITSM) und IT-Operations-Management (SLM). SLM ist auch von Bedeutung für die Anstrengung zur Cybersicherheit, das gesamte IT-Management und Maximierung des Geschäftswertes des IT-Bestandes.

Effektives SLM bringt auch einige besondere Zusatzvorteile für die IT und das Unternehmen als Ganzes.

Kostenmanagement: 

Software ist besonders anfällig für Überbeschaffung, also den Kauf zusätzlicher Lizenzen, mit denen die Verfügbarkeit sichergestellt werden soll, die aber oft nicht benutzt werden. Das Ziel eines solchen Vorgehens ist es, die Kosten und Schwierigkeiten der schnellen Beschaffung und des Ausrollens von zusätzlichen Lizenzen zu vermeiden, wenn plötzlich Lizenzen fehlen. Trotzdem kann die Überbeschaffung sich schnell zu einer großen und weitgehend unsichtbaren Kostenfalle entwickelt. SLM hilft dabei, die Anzahl der zu bezahlenden Lizenzen an der Anzahl auszurichten, die das Unternehmen wirklich benötigt.

Glaubhafter Compliance- und Audit-Schutz 

Führende Anbieter von Unternehmenssoftware nutzen schon seit Jahren die Chance, die Softwarelizenzverträge ihrer Kunden anzupassen und so erhebliche Umsätze zu erzielen. Dies gelingt, weil Abweichungen zwischen den vertraglichen Bedingungen und der eigentlichen Softwarenutzung fast immer zu Kosten über dem Budget oder Strafen für das auditierte Unternehmen führen. SLM ist die erste und beste Verteidigung gegen Audits und andere Herausforderungen bei der Lizenz-Compliance. Und diese Herausforderungen können teuer werden.

Bessere Cybersicherheit: 

Rogue-Software oder ältere Softwareversionen mit veralteten Sicherheitsfunktionen sind gerne genutzte Einfallstore für Ransomware und andere Schadprogramme. Effektives SLM kann die Cybersicherheit verbessern, indem es nicht autorisierte oder schlecht geschützte Software in Ihrem IT-Bestand erkennt, verringert oder sie sogar daraus eliminiert.

Mehr Agilität: 

Der Support mehrerer Softwareversionen und die Aufrechterhaltung des Betriebes sowie der Sicherheit alter Softwareversionen kann eine Belastung für die bereits begrenzten IT-Ressourcen sein. SLM kann Ihrem Unternehmen helfen, ältere Softwareversionen zu finden und auszumustern, sodass das Unternehmen seine IT-Ressourcen auf aktuelle Versionen konzentrieren kann.

Arten von Softwarelizenzen

Die fortlaufende Entwicklung der IT wird begleitet von einem breiten Spektrum an Softwarelizenzarten, die heute verwendet werden. Dasselbe Unternehmen muss möglicherweise Lizenzen für Software managen, die auf einzelnen Servern vor Ort läuft, für Software, die in einer oder mehreren öffentlichen Clouds gespeichert ist, Hybridsoftware oder gewerbliche Elemente, die in eigens für das Unternehmen programmierte Applikationen eingebettet sind. Zudem werden verschiedene Arten von Software oft mit verschiedenen Lizenzarten bereitgestellt. Unten finden Sie eine alphabetische Liste einiger der häufigsten Arten kommerzieller Lizenzarten für Software

Gerät

Eine Lizenz, die für ein funktionsspezifisches Stück Hardware gilt, etwa einen dedizierten Applikationsserver, einen Router oder eine Telefonzentrale. Bestimmte Klauseln und Bedingungen hängen von der Funktion des Gerätes und dem Anbieter ab.

Client-Server

Eine zweiteilige Lizenz, die einen bestimmten Server und eine vom Anbieter genehmigte Anzahl von „Client Access Licenses“ (Client-Zugrifflizenzen), abgekürzt „CALs“ genannt, ab. Client-Server-Lizenzen können den Kauf von zusätzlichen CALs erlauben und so abgeändert werden, dass sie physische und/oder virtuelle Server abdecken.

Gleichzeitige Nutzer 

Eine Lizenz, die eine maximale Anzahl gleichzeitiger Nutzer erlaubt. Die Begrenzung wird oft durch Nutzeranmeldungen und Abmeldungen sowie Ausschlussfunktionen durchgesetzt.

Core-Punkte

Mit dieser Lizenz weist der Anbieter einzelnen logischen Rechenelementen in physischen und/oder virtuellen Servern Punktwerte zu (auch „Cores“ genannt) zu. Eine Applikation mit einem zugewiesenen Punktwert von 100 pro Core erfordert den Kauf von 200 Punkten, um auf einem Server mit zwei Prozessoren zu laufen. Für einen Server mit vier Prozessoren wären es 400 Punkte. Diese Lizenzart wird hauptsächlich für Applikationen verwendet, die in Rechenzentren laufen.

Enterprise

Eine Lizenz, die es großen Unternehmen gestattet, eine unbegrenzte Anzahl von Kopien eines bestimmten Softwarepaketes zu benutzen. Die Enterprise-Lizenzen einiger Anbieter oder Enterprise-Vereinbarungen erfordern in der Tat eine spezielle Anzahl von Lizenzen, daher ist eine genaue Durchsicht der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und der Vertragsbedingungen notwendig.

Evaluation

Eine Lizenz, die die Nutzung einer Software zur Probe ermöglicht. Einige Evaluationslizenzen sind zeitlich begrenzt, sodass die Software nach Ablauf der Frist nicht mehr verwendet werden kann. Andere wiederum ermöglichen nur die Nutzung eines Teils der Funktionen. Viele dieser Lizenzen beinhalten Funktionen für eine nahtlose Umwandlung in eine Kaufversion der Software mit allen Funktionen.

Benannte Nutzer

Wie eine Lizenz der gleichzeitigen Nutzer, allerdings mit speziell benannten Nutzern. Einige dieser Lizenzen mit benannten Nutzern erlauben die Übertragung des Zugriffs auf andere Nutzer, während das bei anderen nicht ohne Änderung der Lizenz möglich ist.

Node-Locked

Diese Lizenz wird normalerweise für serverbasierte Applikationen verwendet. Node-Locked-Lizenzen begrenzen den Zugriff auf einen bestimmten Satz „benannter“ Computer. Einige erlauben eine Übertragung auf andere Computer auf Anfrage und Genehmigung eines neuen Lizenzschlüssels.

Original Equipment Manufacturer (OEM)

OEM-Lizenzen werden generell für grundlegende Software verwendet, die mit einem bestimmten Stück Hardware geliefert wird. OEM-Lizenzen können üblicherweise nicht auf andere Hardware-Einheiten übertragen werden.

Pro Gerät

Dieser Lizenztyp ist vielen am besten bekannt. Die Lizenz begrenzt die Anzahl der erlaubten Installationen auf die gekaufte Anzahl. Die Software kann gewöhnlich von einem Gerät zu einem anderen verschoben werden, solange die festgelegte Anzahl der Installationen nicht überschritten wird.

Pro Prozessor (oder pro CPU)

Anders als Core-Punkt-Lizenzen, beziehen sich Pro-Prozessor- und Pro-CPU-Lizenzen auf die Anzahl der physischen Prozessorsockets, auf denen die Applikation läuft.

Pro Nutzer

Diese Lizenz legt die Gesamtzahl der zulässigen Nutzer fest. Üblicherweise kann jeder Nutzer innerhalb der zulässigen Gesamtzahl mehrere Installationen der Software auf mehreren Geräten vornehmen, wobei alle davon nur als eine Nutzerinstanz gezählt werden.

Unbefristet

Eine Gebühr zahlen und die Software unbegrenzt nutzen. Eine unbefristete Lizenz kann es untersagen, die Software von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Sie kann auch zusätzliche Gebühren für die Pflege oder Upgrade enthalten.

Laufzeit

Softwareapplikationen enthalten oft von Drittparteien bereitgestellte Komponenten. Laufzeitlizenzen erlauben es diesen Drittparteielementen, als Unterstützung der Hauptapplikation zu laufen. Bestimmte Begrenzungen und Einschränkungen werden oft in der Lizenz der Hauptapplikation festgelegt.

Standort

Eine Lizenz, die die Installation eines Softwarepaketes auf einer unbegrenzten Anzahl von Computern an einem physischen Standort erlaubt.

Es gibt zusätzliche Arten von Softwarelizenzen, die über die oben aufgeführten gewerblichen Varianten hinausgehen.

Es kann sein, dass Ihr Unternehmen auch Lizenzen für Mobilgeräte-Applikationen, abonnementbasierte Software-as-a-Service-Produkte (SaaS), Applikations-Programmierschnittstellen (APIs) oder Komponenten von Beratungsprojekten managen muss. Jede dieser Lizenzen hat vermutlich bestimmte Varianten, Bedingungen oder Ausnahmen. Wenn Sie einen in Verträgen versierten Rechtsberater haben, müssen Sie diesen zu Ihren Vertragsverhandlungen und SLM-Anstrengungen hinzuziehen.

Service-Level-Management: Herausforderungen und Befähiger

Über die oben beschriebenen Herausforderungen hinaus gibt es drei große Kategorien von Herausforderungen für den Erfolg mit SLM und jeder anderen wesentlichen IT-Initiative. Nachfolgend finden Sie einige der Herausforderungen, auf die Sie wahrscheinlich bei Ihrer SLM-Reise stoßen werden.

 SLM: Organisationsbezogene Herausforderungen

SLM: Technische Herausforderungen 

SLM: Kulturelle Herausforderungen 

Befähiger beim SLM-Erfolg können generell in dieselben Kategorien wie die oben aufgeführten Herausforderungen eingeordnet werden.

SLM: Organisationsbezogene Befähiger

SLM: Technologische Befähiger

SLM: Kulturelle Befähiger

Service-Level-Management: Best Practices

Es gibt mehrere Voraussetzungen für ein durchgängig effektives IT-Operationsmanagement. Sie können diese Voraussetzungen in einer Reihenfolge umsetzen, die von der nachfolgenden Liste abweicht, aber jeder Eintrag ist für Ihren SLM-Erfolg von Bedeutung.

Holen Sie Ihre Führung ins Boot 

SLM-Erfog erfordert zu seinem Erreichen und Sichern einen großen, anhaltenden Einsatz von Ressourcen. Die Zustimmung und Unterstützung der Führung kann die Verfolgung dieses Einsatzes vereinfachen.  Dasselbe gilt im Hinblick auf die Änderungen in der Unternehmenskultur und das Minimieren oder Überwinden von Widerständen.

Bleiben Sie bis auf Weiteres, wo Sie sind (soweit wie möglich) 

Der Erwerb und das Bezahlen von teurer Software ist, wenn es mit einem ungenügenden Lizenzmanagement einhergeht, rausgeworfenes Geld. Soweit dies ohne Beeinträchtigung wesentlicher Geschäftsoperationen möglich ist, halten Sie die Dinge an und dokumentieren sowie rationalisieren Sie Ihre Softwareakquiseprozesse. Als Mindestergebnis sollten Sie die Prozesse transparent und nachvollziehbar machen, bevor Sie sie wieder anlaufen lassen.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über das, was Sie schon haben 

Das Erkennen und Dokumentieren aller wesentlichen Aspekte der Software, die in Ihrem Unternehmen läuft, ist vermutlich die größte Herausforderung für effektives SLM. Sie benötigen präzises, umfassendes und aktuelles Wissen zu allen wichtigen Softwarelösungen in Ihrem Unternehmen (selbst, wenn dies manuelles, persönliches Sammeln der Informationen erforderlich macht). Sie benötigen eine verwaltbare Wissensbasis aller Informationen zu Softwarelizenzen und robuste Lösungen für das Entdecken und Aufzeichnen dieser Informationen in Ihrem gesamten IT-Bestand. Wenn Ihr Unternehmen nicht bereit eines oder beides hat, können Ihre SLM-Ziele möglicherweise den Aufbau oder die Beschaffung rechtfertigen. Je nach Größe und Komplexität Ihres IT-Bestandes sowie der verfügbaren Management-Ressourcen können Ihre Entdeckungsbemühungen vielleicht mit einem manuellen Audit Ihrer Software beginnen. Bereiten Sie sich auch darauf vor, regelmäßig interne Audits Ihres Umfeldes durchzuführen, um Anbieter-Audits und Strafen zu vermeiden.

Festlegen und Priorisieren Ihrer Ziele 

Ihr Hauptziel im Rahmen des SLM sollte es sein, die Compliance sicherzustellen und Audits zu vermeiden, die zu Strafen führen können. Über diese Ziele hinaus sollte sich Ihr Unternehmen darauf konzentrieren, den maximalen Wert aus jeder Software-Investition zu ziehen. Jedes Unternehmen und jeder IT-Bestand ist eine einzigartige Kombination aus IT-Elementen, notwendigen Prozessen, verfügbaren Ressourcen und Geschäftszielen. Verschiedene Elemente Ihres Unternehmens können zudem eigene Ziele haben oder speziellen Beschränkungen unterliegen. Bei Ihren SLM-Anstrengungen müssen Sie alle diese Faktoren berücksichtigen. Für jedes geteilte Softwarepaket in Ihrem IT-Bestand müssen Sie herausfinden, wer welche Teile des Pakets verwendet, wie stark es genutzt wird und welchen Wert das Paket für Ihr Unternehmen hat.

Wählen Sie Ihre SLM-Methode(n) sorgfältig aus 

Wenn Sie sich für mehrere IT- oder Software-Managementmethoden entscheiden, müssen Sie auch über mehrere Wege für das Ausrollen und die Ausführung nachdenken. Als Alternativen in Betracht kommen speziell zugewiesene Managementmitarbeiter, Berater und vom Anbieter gestelltes „Inventarmanagement als Service“. Unterziehen Sie die in Betracht kommenden Methoden einer genauen Prüfung. Wenn Sie externes Fachleute beauftragen, achten Sie besonders auf einschlägige Erfahrung und Kostentransparenz.

Plan 

Achten Sie darauf, dass Ihr SLM-Plan an den Unternehmenszielen für die IT und seine eigene digitale Transformation ausgerichtet ist. Achten Sie auch darauf, dass Ihre SLM-Pläne Beiträge aller Stakeholder und Schlüssel-Influencer erkennen lassen.

Säubern Sie Ihre Daten

SLM-Entscheidungen müssen auf den besten verfügbaren Informationen zu der Software, die in Ihrer Umgebung läuft, beruhen. Bevor Sie auf einem bestimmten SLM-Lösungspfad zu weit voranschreiten, müssen Sie sicherstellen, dass Ihre gegenwärtigen Managementdaten genau, vollständig, stimmig und so aktuell wie möglich sind. Es kann sein, dass Sie Altdaten neu formatieren müssen, bevor die von Ihnen gewählten SLM-Lösungen sie verarbeiten können. Weiter müssen Sie gegebenenfalls vorhandene ITAM-, ITSM- oder andere Management-Tools, die nicht zu der von Ihnen gewählten SLM-Lösung passen, auffrischen oder ersetzen. Sie benötigen in jedem Fall Tools und Prozesse, die Sie dabei unterstützen, die Informationen zu Softwarelizenzen genau, umfassend und aktuell zu halten.

Automatisieren Sie 

Automatisierung stellt sicher, dass Aufgaben durchgängig ausgeführt werden und schließt menschliche Fehler durch Wiederholung aus. Zudem bleibt den menschlichen Mitarbeitern so mehr Zeit für komplexere und wertvollere Aufgaben. Die Automatisierung kann erheblich zum Entdecken, Kartierung, Inventarisieren und dem Berichtswesen beitragen – alles Aufgaben, die für ein effektives SLM wichtig sind. Zudem kann die Automatisierung Sie dabei unterstützen, neue Software zu entdecken und die Voraussetzungen des Softwarelizenzmanagements so schnell wie möglich zu ermitteln, sobald die Software zu Ihrer Umgebung hinzugefügt wird. Automatisierte Funktionen können die IT dabei unterstützen, der Installation verbotener Software oder von Rogue Software vorzubeugen und regelmäßige Scans durchzuführen, um Hardware- und Softwareaktualisierungen nachzuverfolgen.

Integrieren Sie 

Wo immer dies möglich ist, sollten Sie SLM mit anderen IT-Managementfunktionen integrieren, insbesondere (aber nicht nur) ITSM und ITAM. Vermeiden Sie es, mehrere Tools zu beschaffen oder auszurollen, um Aufgaben auszuführen, für die Sie schon Funktionen oder Lösungen zur Verfügung haben. Das ist besonders wichtig, wenn es um das Sammeln und Analysieren von Daten sowie das Erstellen von Berichten geht. Wenn Ihr Unternehmen nicht schon eine Konfigurationsmanagement-Datenbank (CMDB) zum Konsolidieren der IT-Managementdaten hat, könnten Ihre Bemühungen zur SLM- und IT-Managementintegration den Ausschlag für eine Investition und den Aufwand geben.

Lernen Sie von anderen 

Handelskammern, Branchenveranstaltungen, Publikationen, Online-Branchengruppen und sogar Anbieter-Websites können wertvolles Wissen für Ihre SLM-Anstrengungen bieten. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen und vermeiden Sie es, die Fehler anderer zu wiederholen.

Trainieren Sie Ihre Mitarbeiter 

Stellen Sie sicher, dass alle direkt an der SLM-Initiative beteiligten Mitarbeiter ein umfassendes Anfangstraining und regelmäßiges Fördertraining für die von Ihnen gewählten Lösungen und Prozesse erhalten. Kommunizieren Sie regelmäßig mit diesen Mitarbeitern und den Schlüssel-Stakeholdern Ihres Unternehmens, um eine Kultur des Bewusstseins für SLM in Ihrem Unternehmen zu schaffen.

Wählen Sie Partner mit Bedacht aus 

Um nachhaltige Vorteile für Ihr Unternehmen zu erreichen, muss Ihre SLM-Initiative ein langfristiges Engagement auf hoher Ebene sein. Die von Ihnen gewählte Lösung und die ausgewählte Diensteanbieter müssen gleichermaßen an dem Erfolg Ihres Unternehmens interessiert sein – beim SLM und darüber hinaus. Sie müssen darauf achten, dass diese Anbieter die Fähigkeiten und die entsprechende Erfahrung haben, um ihre aktuellen und zukünftigen Verpflichtungen zu erfüllen.

Service-Level-Management: Was kommt als Nächstes?

Vier der wichtigsten Konzentrationsbereiche für die IT sind künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen (ML), das Internet der Dinge (IoT) und die digitale Transformation. Alle vier werden vermutlich von der Entwicklung des Software-Lizenzmanagements beeinflusst und beeinflussen dieses.

KI, ML und SLM

KI- und ML-Tools werden bereits verwendet, um das Management von ganzen IT-Beständen zu verbessern. Beide Technologien werden vermutlich in zukünftige Lösungen für das IT-Asset-Management im Allgemeinen und SLM im Besonderen integriert werden. KI und ML helfen beim Verbessern der Entdeckung sowie dem Beziehungs- und Compliance-Management. Diese Verbesserungen fördern und erfordern eine Transformation, wie IT-Assets (einschließlich Software) gesehen und gemanagt werden. Dieselben Technologien werden vermutlich auch zukünftige Software-Audit-Tools verbessern.

Das endgültige Ziel des IoT ist es, Geräte über Computer, Tablets und Smartphones hinaus zu verknüpfen und intelligent zu machen. Die sogenannten „Smart“-Geräte reichen inzwischen von Türschlössern und Steckdosen bis hin zu Sensoren, die bei der Lenkung der Verteilung von Versorgungsleistungen, etwa Wasser und Strom, helfen.

SLM und das IoT

Das IoT führt zu einem explosiven Wachstum der Anzahl der verbundenen Geräte, ebenso wie den Sicherheits- und Managementanforderungen dieser Geräte. Es wird geschätzt, dass die Anzahl der verbundenen Geräte heute schon die Anzahl der Menschen auf der Welt übersteigt. Prognosen für die Anzahl der verbundenen IoT-Geräte im Jahr 2020 reichen von 20 Milliarden bis hin zu 50 Milliarden.

Ihr Unternehmen verzeichnet vielleicht bereits einen Anstieg der IoT-Geräte. Möglicherweise haben Sie bereits verbundene Kameras und Videomonitore in Konferenzräumen und öffentlichen Bereichen auf Ihrem Firmengelände. Oder intelligente Geräte in Ihren Küchen und Pausenräumen, die über Smartphone-Apps gesteuert werden. Vielleicht auch IoT-fähige Sensoren in Ihren Warenlagern und Ihrer Lieferkette. 

Leider basieren viele (wenn nicht gar die meisten) dieser Geräte auf Software, die nicht immer mit den heutigen SLM-Prozessen und -Tools gemanagt werden kann. Die Software eines intelligenten, verbundenen Videomonitors wird möglicherweise mit einer klassischen Lizenz angeboten – das gilt aber vermutlich nicht für die Sensorsoftware. 

Die Hersteller von IoT-Geräten haben seit Jahren Probleme mit ihren Softwarelizenzen. Schon 2015 warnte die bekannte Technologieanalysefirma Gartner die IoT-Gerätehersteller, dass sie neue Lizenzberechtigungs- und Managementlösungen (LEM) benötigen würden. „Wir erwarten, dass wenn bis 2020 kein LEM-System verfügbar ist, die potenziellen Umsätze für Software der Hersteller von Geräten, die sich mit dem IoT verbinden, um 20 Prozent sinken wird.“ Einige IoT-Gerätehersteller erstellen oder erwägen Online-„App Stores“, aber es gibt noch keine branchenweite Übereinkunft, wie man IoT-Softwarelizenzen am besten vergibt und verwaltet.

IoT und das industrielle Internet der Dinge (IIoT) fördern die Entwicklung neuer, IoT-fähiger Software sowie von Sicherheitsplattformen und -architekturen. Das IoT hat auch bereits zu Veränderungen geführt, wie Softwarelizenzen aufgebaut werden, ebenso wie es Client-Server und Cloud-Computing getan haben. Software-Lizenzmanagement wird sich wahrscheinlich immer weiterentwickeln, wenn neue Technologien Einzug in den IT-Bestand halten. Je besser Ihre SLM-Prozesse und -Lösungen heute sind, desto besser sind Sie und Ihr Unternehmen auf die Zukunft vorbereitet, ganz unabhängig davon, was diese bringt.

SLM und die digitale Transformation

Jedes Unternehmen verfolgt oder plant eine Form der digitalen Transformation Das ist ein Muss für alle Unternehmen, denn die Digitaltechnologien transformieren nahezu alles, was gebaut, gekauft und verkauft wird, ebenso wie die Erwartungshaltung der Kunden und Partner zum Geschäftsablauf.

Im Juli 2019  berichtete Cloud Computing News von einer aktuellen Gartner Umfrage unter 473 Führungskräften von Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 50 Millionen USD oder mehr. „82 Prozent der Antwortenden der Gartner-Umfrage stimmten darin überein, dass sie eine Managementinitiative oder ein Transformationsprogramm auf dem Weg hätten, um ihre Unternehmen digitaler zu machen.“ Das ist eine Steigerung um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die digitale Transformation beginnt mit der IT und konzentriert sich auch bewusst auf die IT. Über Software gelangen die Wirkungen und Vorteile der digitalen Transformation zu den Nutzern, Kunden, Partnern und dem Unternehmen. Mit dem Fortschreiten der Anstrengungen zur digitalen Transformation wird sich voraussichtlich auch die gewählte Software häufig und schnell weiterentwickeln. Softwarelizenzen und -verträge müssen gut gemanagt werden, um Schritt zu halten und den Wert der Aufwendungen zu maximieren.

Lizenzmanagement von Software: Das müssen Sie tun

Software ist die ultimative Benutzerschnittstelle. Über Software greifen die Nutzer auf die Quellen zu, die sie für ihre Arbeit benötigen. Ebenso über Software bieten Unternehmensführer Wert und messen den Wert ihrer IT-Investitionen. Es ist die Software, bei der die Ziele und Erwartungen von IT- und Geschäftsentscheidern auf die Realität der Nutzer, Kunden und Partner treffen.

Wie gut Software die Anforderungen und Erwartungen erfüllt, bestimmt direkt den wirklichen und gefühlten Wert des gesamten IT-Bestandes. Und wie gut Softwarelizenzen verwaltet werden, beeinflusst direkt den wirklichen und wahrgenommenen Wert. Effektives SLM maximiert den Geschäftswert der IT, senkt die Kosten und verbessert die Agilität sowie die Cybersicherheit. Zugleich stärkt es die IT-Grundlagen jedes Unternehmens und bereitet es besser auf neue Technologien und Chancen sowie ihre Nutzung vor.

IT-Managementanstrengungen in Ihrem Unternehmen müssen daher ganz genau auf das Software-Lizenzmanagement abzielen. Erfolg beim SLM verbessert auch alle anderen IT-Managementanstrengungen und sorgt dafür, das der IT-Bestand sich streng an den Geschäftsanforderungen und - zielen orientiert. 

Freshworks: Ihr Partner für effektives SLM

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