In der Vergangenheit ging es bei den meisten IT-Gesprächen meist um Funktionen wie IT Asset Management (ITAM) und IT Service Management (ITSM). Beides sind Kern-IT-Funktionen und wichtige Elemente eines größeren Themas: dem IT Operations Management (kurz: ITOM).

In den letzten Jahren ist ITOM bekannt geworden als strategischer Schwerpunktbereich für IT-Management-Führer und ihre Teams, ebenso wie für manche Anbieter von IT-Managementlösungen. Jetzt ist daher ein guter Zeitpunkt, einen genaueren Blick auf ITOM zu werfen und zu sehen, wie Ihr Team und Ihr Unternehmen ITOM effektiv anwenden können.

Was ist ITOM?

Das IT-Glossar von Gartner erläutert, dass ITOM „alle Tools umfasst, die notwendig sind, um die Beschaffung, Kapazität, Leistung und Verfügbarkeit der Rechen-, Netzwerk- und Applikationsumgebung zu managen.“ Weiter unterteilt Gartner das IT Ops Management in 10 große funktionale Segmente und Marktsegmente. Diese sind:

  • Applikationsmanagement
  • Verfügbarkeit und Leistung
  • Konfigurationsmanagement
  • Datenbankmanagementsysteme (DBMSs)
  • Event-, Fehler- und Log-Management
  • IT-Assetmanagement (ITAM)
  • IT-Service/Helpdesk
  • Arbeitsplanung
  • Netzwerkmanagement
  • Ausgabenmanagement, einschließlich Management der Drucker und anderer Hardware-Peripheriegeräte

Diese Liste ist breit angelegt und beinhaltet Überschneidungen mit mehreren anderen Bereichen des IT-Managements. Diese große Reichweite unterstreicht die Bedeutung von ITOM für das effektive Management des IT-Bestandes jedes Unternehmens.

ITOM: Weit zurückreichende Wurzeln

Das Operations Management begann im Grund in demselben Jahr, als die USA ihre Unabhängigkeit erklärten. Im Jahr 1776 schrieb der Philosoph und Ökonom Adam Smith sein Buch „Der Wohlstand der Nationen“. In diesem Werk argumentierte Smith, dass ein Team von Arbeitern, denen jeweils eine bestimmte Aufgabe zugewiesen ist, Produkte effizienter herstellen kann, als wenn jeder Arbeiter ein einzelnes Produkt von Anfang bis Ende herstellt. Das brachte später Henry Ford dazu, das einzuführen, was wir heute als Fließband kennen. So entstand die Grundlage dessen, was sich schließlich zum Operations Management entwickelte.

Mit der industriellen Revolution und dem Aufkommen der Mechanisierung, begannen Ford und andere, Daten zum Produktionsprozess zu sammeln und zu analysieren, um diese Prozesse zu verbessern. Später, als Computer zu Unternehmens-Tools wurden, wurde auch die Datensammlung und -analyse weiter automatisiert und ausgefeilt. Hinzu kamen Lagerbestandsverwaltungssysteme, die dem Operations-Management-Mix weitere Daten hinzufügten.

Während der meisten Zeit seiner Geschichte konzentrierte sich das Operations Management auf die Produktion und die dazugehörigen Bereiche, etwa das Lager und den Vertrieb. Mit dem Aufkommen der Serviceindustrie begannen Operations Manager damit, ihr Wissen und ihre Erfahrung auch für die Entwicklung und die Lieferung von Diensten zu nutzen. Während die IT-Systeme immer beliebter wurden und den Unternehmen immer mehr Wert boten, entwickelte sich das IT Service Management (ITSM) zu einer speziellen Disziplin und einem weiteren Schwerpunkt für Operations Manager.

So hängen ITOM und IT Service Management (ITSM) zusammen

Heutzutage ist ITSM der andere Bereich, der am häufigsten mit ITOM in Verbindung gebracht wird. Das ist das Ergebnis der Entwicklung und Reife des IT Management durch Unternehmen, die IT Lösungen sowohl selbst nutzen als auch verkaufen. Mit der Zunahme der Komplexität und der Ausgefeiltheit der IT Umgebungen und Managementlösungen begannen Unternehmens-IT-Teams damit, ITSM-Lösungen zu implementieren. Mit der Zeit wurden diese Lösungen um Funktionen erweitert, die erst ein grundlegendes, später dann ein umfassenderes, Management der IT-Operationen ermöglichten.

ITSM und ITOM sind untrennbar miteinander verknüpft, haben aber auch wesentliche Unterschiede. ITSM konzentriert sich auf die Entwicklung, Lieferung und das Management von Services. Beim IT Ops Management geht es mehr um das Management der Prozesse, die die Erstellung der zu managenden Prozesse ermöglichen. ITOM kann man also mit den Stichworten „Ergebnisse und Metriken“ zusammenfassen. Effektives ITOM ist bestrebt, operationelle Prozesse zu optimieren, um Ergebnisse zu erzielen und zugleich als für das Unternehmen wichtig erachtete Metriken einzuhalten oder zu übertreffen.

Warum ist ITOM wichtig?

Die Geschäftstätigkeit jedes Unternehmens hängt immer mehr davon ab, dass die IT verfügbar, zuverlässig und sicher ist. Zudem muss die IT auch leistungsfähig sein. Die Möglichkeit, IT auf dem Niveau von großen Unternehmen zu bieten, hängt direkt und vollständig von der Fähigkeit des IT-Teams ab, seine Operationen effektiv zu managen. Insbesondere muss das Team in der Lage sein, die Prozesse zu identifizieren, priorisieren und effektiv auszuführen (und zu managen), die für die operationellen Aufgaben und Aktivitäten notwendig sind. Effektive ITOM-Prozesse und ITOM-Lösungen ermöglichen es IT-Teams, diese Ziele effizient und durchgängig zu erreichen.

IT Ops Management: Vorteile für das Unternehmen

Effektives ITOM bietet mehrere wichtige Vorteile für jedes IT-basierte Unternehmen. IT Operationsmanagement kann dabei helfen, die Lieferung zu optimieren und die Qualität des Geschäfts und der IT-Services zu maximieren, indem es die Prozesse verbessert, die diesen Anstrengungen zugrunde liegen. ITOM kann auch die Fähigkeit von IT-Teams verbessern, den Gesundheitszustand des IT-Bestandes von Unternehmen zu überwachen. IT Ops Management kann diesen Teams dabei helfen, ungeplante Ausfälle vorherzusehen und zu verhindern. Zugleich können sie mit ITOM Probleme schnell und mit minimaler Unterbrechung der Geschäftsoperationen lösen. Darüber hinaus kann IT Operationsmanagement dazu beitragen, das Geschäftsrisiko zu verringern und die Steuerung sowie die Compliance im Hinblick auf Regularien und Geschäftsanforderungen zu verbessern.

ITOM: Höhere Prozesssichtbarkeit, bessere Prozessausführung

IT Ops Management kann diese und andere geschäftlichen Vorteile bieten, weil es die Sichtbarkeit der IT-Anlagen und ihrer Funktion erhöht. ITSM, ITAM und andere IT-Managementfunktionen ermöglichen die Sichtbarkeit von IT-Ressourcen und den Beziehungen, die sie miteinander verbinden, ebenso wie die Sichtbarkeit der Dienste, die sie ermöglichen, und deren Benutzer. IT Operationsmanagement erweitert die Sichtbarkeit in die unterliegenden operationellen Prozesse und die Verbindungen zwischen diesen Prozessen sowie dem IT-Bestand selbst.

ITOM kann auch die Ausführung von operationellen Schlüsselprozessen verbessern. Durch das Automatisieren sich wiederholender Elemente der Prozessausführung können ITOM-Lösungen Abweichungen, die mit manuellen Arbeiten einhergehen, verringern oder verhindern. Da IT Operations Management ITSM, ITAM und anderen Funktionen nützt, kann die ITOM-Automation die Reichweite knapper und teurer menschlicher Experten vergrößern sowie Mitarbeiter frei machen für die Bearbeitung von komplexeren und höherwertigen Aufgaben.

IT Operations Management: Eine Grundlage für die digitale Transformation

Jedes Unternehmen verfolgt oder plant eine Form der digitalen Transformation. Das ist ein Muss für alle Unternehmen, denn die Digitaltechnologien transformieren nahezu alles, was gebaut, gekauft und verkauft wird, ebenso wie die Erwartungshaltung der Kunden und Partner hinsichtlich des Geschäftsablaufes.

IT-Führer und -Teams sind die Grundlage dieser Anstrengungen. In vieler Hinsicht sind IT-Servicedeskteams das erste Bindeglied zwischen IT-Nutzern und operationellen IT-Prozessen.

Im März und April 2018 befragte das Service Desk Institute (SDI) eine Reihe von Servicedesk-Mitarbeitern zur digitalen Transformation in ihren Organisationen. Nahezu die Hälfte aller Befragten (43 Prozent) gaben an, dass ihre Servicedesk-Teams mindestens ein Projekt zur digitalen Transformation begonnen hätten. Weitere 26 Prozent erklärten, dass sie Pläne hätten, ein solches Vorhaben „in der nahen Zukunft“ durchzuführen.

Dazu befragt, von wem der Antrieb für das Vorhaben zur digitalen Transformation ausging, nannten 43 Prozent der Befragten ihre Servicedesk-Teams. Übertroffen wurde diese Zahl nur von der Anzahl der Nennung des „Management“ (70 Prozent). Mehr Befragte nannten ihre Servicedesk-Teams als „das Unternehmen“ (41 Prozent) oder „die Kunden“ (30 Prozent)

Die Teilnehmer der Umfrage wurden auch befragt, wie sie sich auf ihre Projekte zur digitalen Transformation vorbereiten. Beachtenswert ist, dass die häufigste Antwort (die mehr als zwei Drittel der Befragten, 67 Prozent, gaben) war, dass sie „Prozesse überprüfen und/oder verbessern“. Die Überprüfung und Verbesserung von Prozessen wurden damit von mehr Befragten genannt als das Besprechen von Anforderungen mit Kunden (65 Prozent).

IT Ops Management und Datenverarbeitung in der Cloud

Eine im April 2018 vom Grand View Research durchgeführte Untersuchung prognostizierte eine zusammengesetzte jährliche Wachstumsrate (CAGR) für den über die Cloud gemanagten Servicemarkt von 15,4 Prozent bis 2025. Falls diese vorhergesagte Wachstumsrate voll erreicht wird, wird der Wert der in der Cloud gemanagten Dienste 2025 80 Milliarden USD betragen, so die Untersuchung.

Das Wachstum wird verständlich, wenn man sich die Vorteile der Datenverarbeitung in der Cloud ansieht. Cloud-Computing eröffnet den Zugriff auf eine Reihe wertvoller Computerressourcen – und das bei einer vorteilhaften Bezahlung pro Benutzung. Damit ist die Lösung ideal für wachsende Unternehmen. So müssen Unternehmen keine großen Anfangsinvestitionen tätigen, die vielen Vorhaben ansonsten im Wege stehen. Vielmehr wandeln sich die Ausgaben zu besser trag- und kalkulierbaren Betriebskosten. Unternehmen können die IT-Ressourcen erweitern, ohne zugleich zusätzliche Management- oder Wartungsaufgaben zu schaffen. Dennoch kann es eine Herausforderung sein, das moderne Cloud-Computing in vor Ort installierte IT-Anlagen zu integrieren und dort zu managen. Zudem sind Cloud-Computing-Dienste in verschiedenen Versionen von mehreren Anbietern verfügbar, die verschiedene Arten von Lizenzen anbieten. All das führt zu neuen und komplexeren Anforderungen an diejenigen, die für das Management und die Ausführung der operationellen IT-Prozesse zuständig sind.

ITOM und das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT)

Das mobile, soziale Netz umfasst Millionen von Nutzern, Geräten und Verbindungen in alle Welt. Das Internet der Dinge hat Milliarden von neuen Geräten und Verbindung gebracht und verspricht, auch in der Zukunft so fortzufahren. Man schätzt, dass bereits heute die Anzahl der verbundenen Geräte die Anzahl der Menschen auf der Erde übersteigt. Voraussagen für die Anzahl der verbundenen IoT-Geräte in 2020 reichen von 20 Milliarden bis hin zu 50 Milliarden Stück.

Die verbundenen Geräte transformieren die Handels-, Konsumenten- und Branchenmärkte. Analysten bei Accenture schätzen, dass das sogenannte „Industrielle Internet der Dinge“ (IIOT) die weltweite Wirtschaft bis 2030 alleine um 14,2 Billionen USD wachsen lassen könnte. Dazu hieß es: „Das Industrielle Internet der Dinge wird der wohl größte Treiber der Produktivität und des Wachstums in den nächsten zehn Jahren sein. Es wird die Neuerfindung von Branchen beschleunigen, die für beinahe zwei Drittel der weltweiten Produktion verantwortlich sind.“

In ihrem IT Industry Outlook 2018 nannte die führende IT-Mitgliedschaftsvereinigung CompTIA das Internet der Dinge bereits 2018 als einen der zwölf Trends, auf die man „achten“ solle. Der Bericht bietet auch eine überzeugende Zusammenfassung der Vorteile und Herausforderungen, die das Internet der Dinge für IT-Manager und ihre operationellen Prozesse darstellt.

„IoT-Geräte finden schnell ihren Weg in den geschäftlichen Bereich. Sie helfen beim Sammeln neuer Daten bis hin zur Automatisierung der Infrastruktur. Unternehmen haben viele Vorteile, wenn sie Verbindungen und intelligente Prozesse zur physischen Infrastruktur hinzufügen. Leider spiegeln sich die relativ geringen Kosten von IoT-Geräten nicht in den Kosten der Systemwartung und -optimierung. Wenn man alltägliche Komponenten mit digitalen Fähigkeiten erweitert, erhöht das die Reichweite der IT-Verantwortung drastisch. Zudem braucht man neue Fähigkeiten für die verschiedenen Arten der erzeugten Datenströme, ebenso wie für die fortschrittlichen Analysen, die die Unternehmen durchführen möchten. Die Automatisierung wird sicher dazu beitragen, diese Belastungen zu verringern. Trotzdem verkomplizieren IoT-Strategien die bereits schwierige Neudefinition der IT-Funktion weiterhin zusätzlich.“

IoT-Geräte führen bereits verschiedene Aufgaben in Unternehmensanlagen aller Größen und Arten aus. So finden sich zum Beispiel in Konferenzräumen und öffentlichen Bereichen intelligente Videomonitore und -kameras. Ein anderes Beispiel sind in Unternehmensküchen und Pausenräumen verbundene Mikrowellen und Kaffeemaschinen, die die Wünsche der Nutzer drahtlos über Smartphone-Apps erhalten.

Leider sind viele dieser Geräte mit wenig oder gar keinen Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet. Zudem sind sie schwierig oder unmöglich in bestehende IT-Managementlösungen oder -prozesse zu integrieren. Darüber hinaus schließen die Nutzer IoT-Geräte oft an Firmennetzwerke an, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen oder das IT-Management zu informieren. In diesen Fall kann die IT-Abteilung diese Geräte nicht managen, bis sie von selbst irgendwo auftauchen. Das ist oftmals erst dann der Fall, wenn die Geräte ein Supportproblem hervorrufen oder zu einer Schwachstelle in der Cybersicherheit werden.

Effektives IT Operationsmanagement kann dazu beitragen, mehr IoT-Verbindungsversuche eher sichtbar zu machen. Aber jedes IT-Team benötigt neue oder angepasste operationelle Prozesse, um die Entwicklungen im Bereich des IoT und IIoT nutzen zu können, ohne seine IT-Anlagen und Unternehmen einem Risiko auszusetzen.

ITOM: Herausforderungen und „Befähiger“

Über die oben schon angesprochenen Herausforderungen hinaus gibt es drei große Klassen von Herausforderungen für den Erfolg mit ITOM oder jeder anderen bedeutenden IT-Initiative. Unten finden Sie eine Aufstellung wahrscheinlicher Herausforderungen während Ihrer ITOM-Reise.

IT Ops Management: Herausforderungen für die Organisation

Über die oben schon angesprochenen Herausforderungen hinaus gibt es drei große Klassen von Herausforderungen für den Erfolg mit ITOM oder jeder anderen bedeutenden IT-Initiative. Unten finden Sie eine Aufstellung wahrscheinlicher Herausforderungen während Ihrer ITOM-Reise.

ITOM: Technologische Herausforderungen
IT Operationsmanagement: Kulturelle Herausforderungen

Die „Befähiger“-Kriterien für ITOM-Erfolg können generell in dieselben Kategorien eingeordnet werden wie die oben aufgeführten Herausforderungen.

ITOM: Organisations-Befähiger bei der Einführung
IT Ops Management: Technologische Befähiger bei der Einführung
ITOM: Kulturelle Befähiger bei der Einführung

IT Ops Management: Best Practices

Es gibt mehrere Vorbedingungen für ein durchgängig effektives IT-Operationsmanagement. Unten finden Sie eine Liste der unabdingbaren Vorbedingungen für Ihren ITOM-Erfolg. Natürlich können Sie diese Punkte in einer anderen Reihenfolge als der unten aufgeführten durchführen, aber trotzdem ist jeder der Punkte wichtig.

Holen Sie Ihre Führung „an Bord“

ITOM-Erfolg erfordert eine wesentliche, nachhaltige Zuteilung von Ressourcen, um erfolgreich und dauerhaft zu sein. Wenn die Chefetage hinter dem Projekt steht, kann das die Zuteilung vereinfachen. Zugleich können so kulturelle Änderungen leichter umgesetzt und auftretende Widerstände minimiert oder überwunden werden.

Finden Sie heraus, was Sie bereits haben

Um operationelle IT-Prozesse zu optimieren und zu verwalten, müssen Sie wissen, welche diese Prozesse sind und welche Verbindungen sie zu Ihrem IT-Bestand sowie Ihren Unternehmenszielen haben. Das bedeutet, dass Sie eine verwaltbare Wissensbasis operationeller IT-Prozesse und robuster Lösungen benötigen, um Ihre IT-Anlage zu entdecken und zu kartografieren. Wenn Ihr Unternehmen nicht schon beides durchgeführt hat, kann Ihr ITOM-Ziel sein, dies zu tun. Je nach der Größe und Komplexität Ihrer IT-Anlage, der Reichweite der vorherrschenden Prozesse und die verfügbaren Management-Ressourcen kann Ihre Entdeckung mit einem manuellen Audit Ihres Umfeldes und Prozesse beginnen.

Definieren und priorisieren Sie Ihre Ziele

Wenn Sie mehrere Managementmethoden wählen, kann es sein, dass Sie auch verschiedene Wege zur Einführung bedenken müssen. Zu den Alternativen gehören besonders zugewiesene Managementmitarbeiter, Berater und vom Verkäufer bereitgestelltes „Inventarmanagement als Dienst“. Prüfen Sie die infrage kommenden Methoden genau. Wenn externe Kompetenzen dazugehören, achten Sie besonders auf die einschlägige Erfahrung und Transparenz hinsichtlich der Kosten.

Wählen Sie Ihre Einführungsmethode(n)

Wenn Sie mehrere Managementmethoden wählen, kann es sein, dass Sie auch verschiedene Wege zur Einführung bedenken müssen. Zu den Alternativen gehören besonders zugewiesene Managementmitarbeiter, Berater und vom Verkäufer bereitgestelltes „Inventarmanagement als Dienst“. Prüfen Sie die infrage kommenden Methoden genau. Wenn externe Kompetenzen dazugehören, achten Sie besonders auf die einschlägige Erfahrung und Transparenz hinsichtlich der Kosten.

Planen Sie

Stellen Sie sicher, dass Ihr ITOM-Plan sich an den Zielen Ihres Unternehmens für die IT und der eigenen digitalen Transformation des Unternehmens orientiert. Achten Sie auch darauf, dass Ihre ITOM-Pläne die Anregungen von allen Stakeholdern und Schlüssel-Influencern widerspiegeln.

Bereinigen Sie Ihre Daten

Entscheidungen für operationelle IT-Prozesse müssen anhand der besten verfügbaren Daten getroffen werden. Bevor sie zu weit auf einem bestimmten IT-Ops-Management-Lösungsweg voranschreiten, achten Sie darauf, dass Ihre derzeitigen Managementdaten so präzise, vollständig und aktuell wie möglich sind. Es kann sein, dass Sie Altdaten umformatieren müssen, bevor sie von den von Ihnen ausgewählten ITOM-Lösungen genutzt werden können. Ebenfalls möglich ist, dass Sie vorhandene ITAM- und ITSM-Applikationen oder andere Management-Tools auffrischen oder ersetzen müssen, falls diese keine Daten generieren können, die die IT-Operations-Managementlösung Ihrer Wahl verarbeiten kann.

Automatisieren Sie

Finden Sie alltägliche und sich wiederholende Aufgaben des IT-Managements, die einfach automatisiert werden können. Automatisieren Sie diese Aufgaben dann anhand von Regeln, die Ihren Unternehmensrichtlinien entsprechen. Die Automatisierung garantiert, dass Aufgaben einheitlich ausgeführt werden und eliminiert Fehlerquellen durch menschliche Wiederholung. Zugleich haben Ihre Mitarbeiter so mehr Zeit für komplexere und wertvollere Aufgaben.

Integrieren Sie

Wo immer dies möglich ist, sollten Sie versuchen, ITOM mit anderen IT-Managementfunktionen zu integrieren, insbesondere (aber nicht nur) ITSM und ITAM. Vermeiden Sie es, weitere Tools zu erwerben und einzuführen, um Aufgaben auszuführen, für die Sie bereits Funktionen oder Lösungen zur Verfügung haben. Das ist besonders wichtig, wenn es um Datensammlung, -analyse und Berichte geht. Wenn Ihr Unternehmen nicht bereits eine Konfigurationsmanagementdatenbank (CMDB) nutzt, um IT-Managementdaten zu verbinden, könnten Ihre ITOM- und IT-Managementintegrationen die Investition und den Aufwand rechtfertigen.

Lernen Sie von anderen

Gewerbeverbände, Branchenveranstaltungen und Veröffentlichungen können wertvolle Informationsquellen für Ihre ITOM-Anstrengungen sein. Dasselbe gilt für Branchengruppen im Internet (etwa in Foren) und Anbieterwebsites. Nutzen Sie alle Gelegenheiten, um Fehler zu vermeiden, die andere bereits gemacht haben.

Befähigen Sie

Stellen Sie sicher, dass alle Personen, die direkt mit Ihren ITOM-Bestrebungen zu tun haben, ein umfassendes Anfangstraining erhalten. Später sollten diese Personen dann in wiederkehrenden Abständen Auffrischungstrainings für die von Ihnen ausgewählten Lösungen und Prozesse bekommen. Tauschen Sie regelmäßig Informationen mit diesen Personen und den Schlüssel-Stakeholdern Ihres Unternehmens aus, um eine Kultur des Miteinander in Sachen IT Ops Management im ganzen Unternehmen zu fördern.

Wählen Sie Ihre Partner mit Bedacht

Um nachhaltige Vorteile für Ihr Unternehmen zu erbringen, müssen Ihre ITOM-Anstrengungen sowohl auf hoher Ebene stattfinden als auch langfristig sein. Die von Ihnen ausgewählten Lösungen und Dienstanbieter müssen ebenso auf den Erfolg Ihres Unternehmens ausgerichtet sein – mit IT Operations Management und darüber hinaus. Sie sollten darauf achten, dass diese Anbieter über die Leistungsfähigkeit und die notwendige Erfahrung verfügen, um ihre Verpflichtungen gegenüber Ihrem Unternehmen aktuell und zukünftig zu erfüllen.

ITOM: Was kommt danach?

Die künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) sind dabei, das IT Operationsmanagement zu transformieren. Verschiedene Anbieter haben bereits KI-basierte Lösungen im Programm, die ITSM und das Management der Servicedesks über virtuelle Assistenten („Chatbots“), intelligente Empfehlungen und prädiktive Datenanalyse verbessern.

ITOM wird zudem immer mehr an andere Anstrengungen zur Verbesserung der Cybersicherheit angepasst. Dies folgt und entspricht der immer weiter fortschreitenden Annäherung von ITSM und der IT-Sicherheit. ITSM-Führer und Teams nehmen immer mehr agile Methoden für die Serviceentwicklung und -erbringung an. Diese haben sich aus mehr operationellen Ansätzen entwickelt, die als erstes von Softwareentwicklern eingesetzt wurden und jetzt als „DevOps“ bekannt sind. ITSM und die Cybersicherheit werden durch Methoden zusammengeführt, die „DevSecOps“ genannt werden. ITOM wird schnell auch in diese Bestrebungen integriert werden.

IT Ops Management: Ein wichtiger Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen

In der Vergangenheit, der Gegenwart und der vorhersehbaren Zukunft werden die Entwicklungen in und um IT Operations Management (ITOM) alle zu demselben Schluss führen. Um den Wert für Unternehmen und die Agilität zu maximieren, muss das IT-Management sich operationell vollständig auf die Unternehmensanforderungen und -ziele konzentrieren und sich daran ausrichten. Effektives IT Ops Management ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel. Zugleich ist es ein wichtiges Element der festen und flexiblen Grundlage, auf der Ihr Unternehmen zukünftige IT-Verbesserungen und Anstrengungen zur digitalen Transformation aufbauen kann.